Leider ergab deine Suche keine Treffer!



Keine Treffer

Die optimale Ernährung für Chinchillas

Chinchillas sind reine Pflanzenfresser. Sie stammen aus dem westlichen Südamerika und bewohnen Felsspalten und Höhlen in den hügeligen Regionen der Anden und im Matorral. In diesen eher kargen Gegenden ernähren sie sich überwiegend von Krautpflanzen, Gräsern, Zweigen und Blattpflanzen. Wildlebende Chinchillas sind heute nahezu ausgestorben, sie wurden wegen ihres sehr feinen und dichten Fells gejagt. Als Heimtiere werden Chinchillas etwa seit den 1970er Jahren gehalten. Man unterscheidet zwischen dem Kurzschwanz-Chinchilla und dem als Haustier weiter verbreiteten Langschwanz-Chinchilla. Beide Arten setzen sich zum Fressen meist auf ihre Hinterläufe, halten ihre Nahrung mit den Vorderpfoten fest und nutzen ihre Schwänze gekonnt zum Ausbalancieren.

Chinchillas benötigen Gräser, Blätter und Kräuter

Aufgrund ihrer Herkunft, haben Chinchillas oft Probleme mit allzu saftiger Nahrung. Sie benötigen eine rohfaserreiche Nahrung mit Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralien. Fette und Proteine sind weniger gut geeignet. Daher sollte wie bei den meisten Nagetieren ein gutes Heu das Grundnahrungsmittel für Chinchillas sein, das ihnen ausreichend und ganztägig zur Verfügung stehen sollte. Dazu sollte ein hochwertiges Alleinfutter für Chinchillas zugefüttert werden, das genau auf den Bedarf der Nager abgestimmt ist. Es sollte möglichst getreide- und zuckerfrei sein und überwiegend aus getrockneter oder kaltgepresster Rohfaser (Gräser, Kräuter, Blätter, Blüten, Zweige) bestehen. Gemüse und Obst ist in den meisten Futtermischungen für Chinchillas ebenfalls enthalten. Ihr Anteil darf allerdings nicht zu hoch sein. Da sich Chinchillas in artgerechter Haltung (immer mindestens paarweise und mit genügend Auslauf) nicht überfressen, muss das Futter nicht rationiert werden. Man sollte jedoch darauf achten, dass am nächsten Tag nicht allzu viel Futter übrigbleibt und die Menge dem Tagesbedarf der Tiere anpassen, damit es immer frisch im Napf ist.

Frisches Grün, Gemüse und Obst langsam angewöhnen

An frisches Grünfutter können Chinchillas langsam gewöhnt werden. Hierzu eignen sich Gräser, Wiesen- und Gartenkräuter sowie Blattpflanzen wie Löwenzahn, Kamille, Ringelblume oder Echinacea. Anfangs sollte es unbedingt nur in kleinen Mengen gegeben werden, die man bei guter Verträglichkeit langsam steigern kann. Zwar vertragen einzelne Chinchillas Gemüse und Obst gut, doch allgemein neigen die Nager zu Unverträglichkeit und Durchfall. Nach einer längeren Eingewöhnungszeit können Fenchelknollen und -kraut angeboten werden, ebenso, wie Karotten, Pastinaken, Stangensellerie, Paprikaschoten oder Salatgurken. Generell sollte Gemüse nur in kleinen Mengen gefüttert werden. Obst wie Äpfel, Erdbeeren oder Hagebutten werden von Chinchillas zwar vertragen, sollten aber nur in geringen Mengen und eher als Leckerchen gegeben werden.

Geeignete Snacks und unverträgliche Futtermittel

Als Snack zwischendurch oder generell als Leckerchen eignet sich getrocknetes Gemüse, wie Karotten, Sellerie, Fenchel, Rote Beete oder Erbsenflocken gut. Diese Sorten sind in der Zoologie oder im Fachhandel erhältlich und wurden artgerecht hergestellt. Chinchillas sollten nicht mit frischem oder altem Brot gefüttert werden. Auch Küchenabfälle, wie beispielsweise Kartoffelschalen sind völlig ungeeignet. Ein Tabu sind ebenfalls Süßigkeiten oder Snacks für Menschen, wie beispielsweise Kartoffelchips, Salzstangen oder Schokolade.

Die beste Ernährung für Degus

Etwa seit Ende des 20. Jahrhunderts werden die ursprünglich in Chile beheimateten Degus auch als Haustiere gehalten. Ihrer Herkunft nach bevorzugen sie als Nahrung Sträucher, Blätter, Baumrinde sowie Pflanzen- und Strauchsamen. Stark zucker- oder fetthaltige Nahrung ist daher für die zur Gattung der Strauchratten zählenden Nager ungeeignet. Als Heimtiere werden Degus artgerecht in kleinen meist gleichgeschlechtlichen Gruppen gehalten, da sie ein ausgeprägtes Rudelverhalten besitzen und eine Paarhaltung eher problematisch ist.

Degus sind anfällig für Diabeteserkrankungen

Degus neigen wegen ihrer Zuckerunverträglichkeit schnell zu einer nachhaltigen Diabeteserkrankung, die bis zur vollständigen Erblindung der Tiere führen kann. Daher sollte man beim Futter unbedingt auf eine zuckerfreie Zusammensetzung achten. Ein hochwertiges Alleinfutter für Degus besteht meist aus getrockneten Blättern oder Blüten, wie etwa Brennnessel, grüner Hafer, Petersilie, Löwenzahn, Kamille oder Pfefferminzblättern. Auch kaltgepresste Pellets, die diese Zutaten verwenden, sind empfehlenswert. Einige Hersteller von Alleinfutter für Degus haben sich sogar darauf spezialisiert, Pflanzenbestandteile aus der Heimat der Degus zu verwenden. Das sind beispielsweise: Hammerstrauch, Melde, Akazie oder Mimose. Eine Futtermischung, die diese Pflanzen beinhaltet, ist besonders artgerecht.

Samen, Getreide und Gemüse sind wichtig

Ein gutes Trockenfutter für Degus sollte auch einen nicht zu kleinen Teil an Sämereien enthalten. Besonders gut eignen sich Hanf, Sesam, Moon oder Hirse. Ergänzt kann durch Getreidezusätze mit Buchweizen, Haferflocken, Amarant oder Roggen werden. Auch bestimmte Gemüsebestandteile sind im Alleinfutter für Degus enthalten. Es eignen sich aufgrund ihres geringeren Zucker- und Fettgehalts Sellerie, Paprika, Pastinaken oder Salatgurke. Hauptfuttermittel ist wie bei den meisten Nagern auch bei Degus frisches Heu. Insbesondere Kräuterheu eignet sich sehr gut zur Fütterung, da es wertvolle Nährstoffe und Vitamine für Degus enthält. Zudem fördert es den Zahnabrieb der ständig nachwachsenden Schneide- und Backenzähne sowie eine gute Verdauung. Als Snack für Zwischendurch oder als Leckerchen zum Freundschaft schließen, eignet sich natürliches Zusatzfutter, wie beispielsweise Löwenzahnwurzeln, Haferrispen, Erbsenflocken, in Form gepresster Wildsamen oder Karottenchips – aus dem Fachhandel in artgerechter Herstellung.

Auf die Gabe von Obst grundsätzlich verzichten

Obst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts ein absolutes Tabu in der Fütterung. Das betrifft sowohl Trockenfutter, das Obstbestandteile enthält, sowie frisches oder getrocknetes Obst. Viele Garten- und Zimmerpflanzen sind zudem für Degus giftig und sollten daher nicht in ihrer Reichweite sein oder gar als Futter angeboten werden. Dazu zählen Alpenveilchen, Maiglöckchen, Efeu, Flieder oder Farne.