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Dass Katzen sich sehr oft putzen ist allgemein bekannt, doch dass die geliebten Samtpfoten tatsächlich jeden Tag etwa dreieinhalb Stunden zur Fell- und Körperpflege verwenden, das weiß doch nicht jeder. Tatsächlich verbringen Katzen in ihrem Leben etwa 30 Prozent ihres Wachzustands damit, sich ausgiebig zu putzen und sich das Fell zu pflegen.

Die Reinlichkeit von Katzen

Besonders viel Wert legen Katzen auf ihre eigene Körperpflege. So wird etwa für die Fellpflege ein Großteil der wachen Zeit verwendet, damit das Fell schön glänzt und von sämtlichen Verunreinigungen befreit wird. Die kleinen Widerhaken an der Katzenzunge, sowie der beim Putzen aufgetragene Speichel helfen dabei, abgestorbene Haare zu entfernen, die Durchblutung anzuregen und den natürlichen und vor Wasser schützenden Ölschutzfilm zu aktivieren. Der Speichel hilft im Sommer zudem bei der Verdunstung und somit beim Halten einer gesunden Körpertemperatur.

Auch die Krallen wetzen sich gesunde und aktive Katzen - besonders wenn sie auch Freigang genießen - selber auf natürliche Weise ab, indem sie etwa auf Bäume klettern oder draußen über die unterschiedlichsten Oberflächen klettern und springen.

Wann ist es nötig, die Katze bei der Fellpflege zu unterstützen?

Besonders bei Tieren mit sehr langem Fell, sowie bei älteren oder übergewichtigen Tieren, die mit ihrer Zunge nicht mehr den ganzen Körper erreichen können ist es wichtig, ein wenig helfend einzugreifen. So sollte immer dann unterstützt werden, wenn es den Tieren aufgrund von Alter oder Rasse schwer fällt, sich selber ausgiebig das Fell zu pflegen.

Auch wenn die Katze häufig den Kopf schüttelt oder wenn Hautschuppen auf der Lieblingsdecke zu sehen sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn dies könnte auf einen Parasitenbefall hindeuten. Dann sollte der Halter selber zur Bürste greifen, das Tier auf Parasiten hin untersuchen und, sofern nötig, mit der Katze den Tierarzt aufsuchen.

Wie kann ich die Katze bei der Fell- und Körperpflege unterstützen?

Die Katze bei der Fell- und Körperpflege zu unterstützen ist recht einfach, denn grundsätzlich lässt sich hier mit einer einfachen Katzenbürste viel erreichen. Wer seine Katze von klein auf an das regelmäßige Bürsten gewöhnt, der kann sein Tier jeden Tag aktiv bei der Fellpflege unterstützen. Dies hilft nicht nur dabei, das Fell frei von Verfilzungen zu halten und die Durchblutung der Haut anzuregen. Zusätzlich kann die Katze während dieser Prozedur auch auf Verletzungen, Abschürfungen, Knötchen oder auch auf Parasiten hin untersucht werden. So kann sichergestellt werden, dass das Tier rundum gesund ist und es kann bei Bedarf ein Besuch beim Tierarzt eingeplant werden.

Auch die Krallenpflege kann zu einem Teil der unterstützenden Pflegeroutine werden. So ist es etwa wichtig, dass gerade bei älteren oder weniger aktiven Katzen oder bei reinen Wohnungskatzen die Krallen regelmäßig geschnitten werden. Falls diese sogar dann sichtbar sind wenn die Katze mit eigentlich eingezogenen Krallen ruht, ist es höchste Zeit zum Krallen schneiden. Hier macht es allerdings Sinn, sich zunächst vom Tierarzt oder einem erfahrenen Züchter zeigen zu lassen wie dies funktioniert, um zu vermeiden, dass das empfindliche Gewebe der Katze beim Schneiden verletzt wird.

Wann muss die Katze gebadet werden?

Katzen müssen nicht grundsätzlich gebadet werden, da sie sehr reinliche Tiere sind, die ihr Fell durchaus eigenständig - oder gegebenenfalls mit etwas Hilfe durch ihren Menschen - im trockenen Zustand pflegen können. Ein Bad ist daher gerade bei kurzhaarigen Katzen oft nicht nötig, doch Rassen mit längerem Fell sowie Ausstellungskatzen werden dennoch häufiger gebadet. Auch beim Befall von Milben oder Flöhen gibt es bestimmte Badezusätze, die dabei helfen können, die lästigen Plagegeister wieder los zu werden.

Ein Bad für die Katze kann in einem kleinen Wännchen, in der Badewanne oder im Waschbecken erfolgen und sollte immer gründlich vorbereitet werden. So sollte sowohl eine rutschfeste Matte vorhanden sein, damit die Katze auf dem Boden der Wanne oder des Waschbeckens nicht rutscht, und auch ein spezielles Katzenshampoo und ein großes Handtuch zum abtrocknen müssen bereitliegen. Dann wird die Katze vorsichtig in warmes Wasser gesetzt und mit Wasser benetzt, wobei Augen und Ohren trocken bleiben müssen. Nachdem ein sanftes Katzenshampoo einmassiert wurde muss der Schaum mit einer Brause sanft wieder abgespült werden. Danach wird die Katze mit einem großen Handtuch gründlich abgetrocknet und gegebenenfalls mit einem Fön auf niedrigster Stufe trockengeföhnt. In jedem Fall ist es wichtig, dass das Tier komplett getrocknet wird, so dass es sich nicht erkältet.

Welche Arten von Fellpflegeprodukten gibt es?

Um die Katze bei ihrer täglichen Pflegeroutine zu unterstützen gibt es die verschiedensten Hilfsmittel im gut sortierten Tierfachhandel. Ein absolutes Must-Have ist hier die klassische Bürste zum Auskämmen des Katzenfells. Auch spezielle Katzenshampoos und andere Fellpflegeprodukte, etwa zur Parasitenabwehr, sind erhältlich und können je nach Anforderungen des Tieres ausgewählt werden. Zur Krallenpflege gibt es zudem spezielle Zangen, die ein sauberes und einfaches Kürzen der Krallen ermöglichen. Insgesamt gilt es, die individuellen Anforderungen des jeweiligen Tieres zu berücksichtigen und anhand dieser die jeweils benötigten Pflegeprodukte auszuwählen.

Was sind die No-Go´s bei der Pflege?

Wichtig ist immer, dass die Tiere so sanft wie möglich bei der Fell- und Körperpflege unterstützt werden und niemals Gewalt angewendet wird. Zu kleinen Ballen verfilztes Haar sollte beispielsweise nicht mit Gewalt ausgekämmt, sondern mit einer Schere vorsichtig entfernt werden. Beim Krallenschneiden muss das Tier außerdem gut festgehalten werden, um sicher zu stellen, dass die Schere nicht abrutscht und das empfindliche Gewebe an den Pfoten verletzt.

Es macht in jedem Fall Sinn, die Katze schon von klein auf an eine regelmäßige Pflegeroutine zu gewöhnen, denn je besser ein Tier mit den speziellen Handriffen oder mit den unterstützenden Bürstenstrichen vertraut ist, desto lieber wird es diese über sich ergehen lassen. Im besten Fall ist die Pflegeroutine so angenehm für die Katze, dass sie sie als Teil ihrer regelmäßigen Streicheleinheiten empfindet und sich schon darauf freut.