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Unterschiedliche Futtersorten für Hamsterrassen

Der ursprünglich aus Eurasien (Europa und Asien) stammende Hamster lebt an trockenen Wüstenrändern und auf strauchbewachsenen Ebenen. Er ernährt sich überwiegend von Pflanzensamen sowie Wurzeln, Sprossen, Blättern und Blüten, aber auch Insekten und Früchte stehen auf seinem Speiseplan. Als Haustier ist der Hamster etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet und erfreut sich heute wachsender Beliebtheit. Der tägliche Ernährungsbedarf und die Futterzusammensetzung, richten sich nach rassespezifischen Merkmalen und damit nach der Größe des Hamsters. Man unterscheidet grob zwischen Zwerghamstern, die oft unter 10 Zentimeter lang sind, Mittelhamstern und den größeren Feldhamstern, die bis zu 35 Zentimeter messen können. Als Faustregel kann man sagen, je kleiner der Hamster, desto kleiner müssen auch die Futterbrocken sein. Griff der Tierhalter früher noch nach Wellensittichfutter für seinen Kleinstnager, sind heute im Fachhandel auch passende Futtermischungen für Zwerghamster erhältlich, die eine artgerechte Ernährung ermöglichen.

Bestandteile im Hamsterfutter und Tagesbedarf

Trockenfutter ist somit die Hauptnahrungsquelle für Hamster. Daneben benötigen sie frisches Heu, um genügend Rohfaser aufzunehmen, die zum einen für den Zahnabrieb wichtig ist und zum anderen die Verdauung der kleinen Nager fördert. Hamsterfutter besteht überwiegend aus Kohlehydraten, also Zuckerbausteinen als Energielieferanten. Die weiteren Bestandteile sind Rohprotein (Eiweißkörper), Rohfette (Fette und Öle), Rohasche (Mineralien) sowie Rohfaser aus Zellstoffen. Pro Tag benötigt ein mittelgroßer Hamster, wie zum Beispiel der klassische Goldhamster etwa 100 bis 120 Gramm Futter, also etwa einen Esslöffel voll. Für kleinere Rassen reicht gut die Hälfte dieser Ration.

Stellt man seinem Hamster mehr Futter zur Verfügung, sollte man sich nicht wundern, wenn der Napf am nächsten Morgen trotzdem leer ist. Hamster legen Vorratskammern an und deponieren dort Futter, dass nicht sofort gefressen wird. Mit ihren Backentaschen sind sie in der Lage, auch große Mengen Futter zu transportieren und schnell kann eine Vorratskammer stattliche Ausmaße annehmen. Da unsere Hamster in der Heimtierhaltung ganzjährig genug Futter erhalten, sollte man angelegte Futterkammern regelmäßig leeren, um Schimmelbildung zu vermeiden. Zudem sollte die Futtermenge auf den Tagesbedarf des Hamsters abgestimmt werden.

Viel Nahrhaftes im Hamsterfutter

Gute Futtermischungen haben auf der Verpackung nicht nur die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung aufgedruckt, sondern geben auch Fütterungsempfehlungen für unterschiedliche Hamsterrassen. Viele Hersteller unterscheiden daher auch zwischen Futter für größere Hamster oder für Zwerghamster. Dem Vorbild aus der Natur folgend beinhalten Futtermischungen für die possierlichen Nager eine Vielfalt an unterschiedlichen Saaten, wie zum Beispiel Sesam oder Leinsamen, Getreidesorten, wie Hafer, Hirse oder Mais, Gräser, Blüten und Blätter, wie Löwenzahn, Kamille oder Ringelblumen, Nüsse sowie Gemüsesorten wie Karotten oder Pastinaken. Und da Hamster keine reinen Vegetarier sind, enthalten Futtermischungen auch tierische Eiweiße wie getrocknete Mehlwürmer, Trockenei, Fischmehl oder auch Fleischextrakte.

Neben einer guten Trockenfuttermischung und ausreichend Heu, sollte der Tierhalter mehrmals in der Woche auch kleine Mengen an Frischfutter anbieten. Gut geeignet sind frische, unbelastete Gräser und Kräuter aus dem eigenen Garten und Gemüsesorten wie Karotten, Salatgurken, Tomaten oder Ruccola. Über etwas frisches Obst wie Äpfel, Bananen oder Erdbeeren freut sich jeder Hamster. Obst sollte man jedoch nicht öfter als einmal in der Woche füttern. Der hohe Fruchtzuckergehalt ist nicht so gut für Zahne und das Körpergewicht des Hamsters.

Snacks sind beliebtes Zusatzfutter

Um mit seinem Hamster in Kontakt zu kommen, eignen sich Snacks und Leckerchen sehr gut. Außerdem bieten Nagerstangen beste Beschäftigung und sind gut für den Zahnabrieb. Man sollte aber darauf achten, dass die gepressten oder gebackenen Bestandteile nicht zu groß sind für die kleinen Nager, insbesondere, wenn es sich um Zwerghamster handelt. Auch nicht zu harte Hundekekse eigenen sich sehr gut als Snack zwischendurch. Generell sollte man darauf achten, dass man pro Woche nicht zu viele Leckerchen gibt, da sie ebenfalls zur Ernährung beitragen und eingerechnet werden müssen. Im Fachhandel sind darüber hinaus spezielle Snacks für Hamster erhältlich, wie beispielsweise Hamsterwaffeln oder -kuchen, Haferrispen oder getrocknete Maiskölbchen (nicht in Sud eingelegt aus dem Glas!). Auch Obstchips kann man in Maßen zwischendurch anbieten.

Diese Nahrungsmittel sind ungeeignet

Vieles, was im eigenen Garten wächst oder als Gemüse erhältlich ist, schadet jedoch dem Hamster oder ist sogar gefährlich für ihn. Wie alle Kohlsorten, bläht Blumenkohl sehr auf und verursacht Verdauungsprobleme. Efeu sollte möglichst nicht in der Nähe der Hamsterbehausung ranken, da es für die Kleinnager sehr giftig ist. Zwar sind Nüsse wie beispielsweise Erdnüsse oder Walnüsse in Maßen gefüttert sehr gesund und nahrhaft für Hamster, jedoch sollte man auf die Gabe von Kastanien verzichten. Zwiebeln, Schnittlauch oder Zitrusfrüchte sind ebenfalls ungeeignete Nahrungsmittel für Hamster. Bei Snacks zwischendurch oder einem Leckerchen sollte man auf artgerechte Fütterung achten. Auch wenn manche Hamster Schokolade oder Kartoffelchips mögen, schaden diese menschlichen Snacks ihnen gleich in mehrfacher Hinsicht. Schokolade würde die Backentaschen nachhaltig verkleben und stark gewürzte Chips den Magen reizen und die Darmflora zerstören.