1 Produkte für Heu und Stroh für Kleintiere im Preisvergleich

Die passende Einstreu für Tierart und Anspruch

Mit Ausnahme von Kaninchen werden die meisten Kleintiere nicht stubenrein und benötigen daher eine saugfähige Einstreu für den Käfig- oder Stallboden. Zwar würden sich auch Handtücher oder eine Vliesdecke eignen, doch wer seine Meerschweinchen, Hamster, Chinchillas oder Mäuse artgerecht halten möchte, sollte eine zur Tierart passende Einstreu verwenden, die zudem geruchsbindende Eigenschaften hat. Waren früher für die Kleintierhaltung nur Sägespäne oder Stroh verfügbar, so sind heute im Fachhandel vielfältige Alternativen zur Auslage erhältlich. Bei der Auswahl der passenden Einstreu kommt es nicht nur auf die Tierart an, sondern auch auf persönliche Vorlieben der Nager und ihrer Besitzer.

Einstreu am liebsten auf Naturbasis

Käfigeinstreu ist heute vielfach dem Vorbild aus der Natur abgeschaut, denn die wildlebenden Artgenossen unserer Haustiere nutzen den Wiesen- und Waldboden als Unterlage für ihre Schlaf- und Ruheplätze. Für den Nestbau sammeln sie bevorzugt Gräser, Stroh und kleine Äste zusammen. Ausgepolstert wird dann mit den weichen Brust- und Bauchhaaren, die sich das Weibchen ausreißt. Für unsere Kleintiere zu Hause sind die unterschiedlichen Streusorten aus Stroh oder Strohstreu, Sägespänen, Holzstreu, Leinen-, Baumwoll- oder Hanfstreu sowie Bodendeckung, die aus Zellulose gewonnen wird, wie beispielsweise Maisgranulat, darauf abgestimmt. Auch Heu kommt teilweise als Einstreu zur Anwendung, da es besonders weich ist und zusätzlich zum Knabbern dient.

Nicht jede Einstreu eignet sich jedoch gleich gut für jede Tierart

Zudem kommt es darauf an, ob Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen ganzjährig draußen im Garten oder auf der Terrasse gehalten werden oder eher Wohnungstiere sind. Berücksichtigen sollte man als Tierhalter auch Unverträglichkeiten oder Allergien – sowohl für die Tiere als auch für die im Haushalt lebenden Menschen. Da die meisten Einstreusorten aus Naturprodukten bestehen, sind sie auch überwiegend sogar zu 100 Prozent biologisch abbaubar und können über den Kompost oder in Gemeinden wo es erlaubt ist, über die Biotonne entsorgt werden. Egal für welche Einstreu sich der Tierhalter entscheidet, alle Nagetiere beißen und kauen mal darauf herum – denn es sind Naturprodukte. In der Regel ist dies für die Kleintiere unbedenklich. Sollte jedoch allzu viel Streu gefressen werden, empfiehlt es sich, ein anderes Produkt zu testen. Klassisches Katzenstreu ist nur sehr eingeschränkt und allenfalls als Einstreu für die separate Kaninchentoilette geeignet. Doch Vorsicht, Katzenstreu ist nicht zum Verzehr geeignet. Wenn es gefressen werden sollte, muss sofort auf eine andere Einstreu gewechselt werden.

Stroh und Strohstreu, die natürliche Unterlage mit Klimaschutz

Stroh ist entweder naturbelassen, also in klassischen langen Halmen erhältlich oder als Strohstreu, die als gepresste Pellets, als Granulat oder als Kurzschnitt verfügbar ist. Naturstroh hat grundsätzlich gute Saugkrafteigenschaften, ist stark geruchsbindend und dient im Winter bei Außenhaltung als guter Wärmespeicher. Aufgrund seiner groben Struktur eignet es sich am besten als Unterlage für Kaninchen und Meerschweinchen. Für Hamster und andere Kleinstnager ist es weniger gut geeignet. Ihre meist weit vorstehenden Augen könnten sich an den langen und oft spitzen Halmen verletzen. Zudem graben sich Hamster, Maus und Co. gerne ihre Schlafhöhlen ins Streu, wozu sich feinere Zusammensetzungen besser eignen.

Strohpelletts oder Strohgranulat eignet sich ebenfalls besser für größere Nager, da die kleinen Pfötchen von Hamstern oder Mäusen auf dieser Streu nicht so guten Halt finden. Für Kaninchen oder Meerschweinchen ist es besser geeignet. Als Tierhalter sollte man jedoch beachten, dass insbesondere frische Einstreu in den ersten Tagen auf dem Käfigboden noch sehr rutschige Eigenschaften hat. Strohstreu ist sehr saugfähig, staubt allenfalls wenig und bleibt so gut wie gar nicht an den Pfoten der Kleintiere hängen, so dass die Streu im Käfig oder Stall bleibt und nicht außerhalb verteilt wird.

Holzstreu hat viele Vor- und Nachteile

Ebenfalls gute Saug- und Geruchsbinde-Eigenschaften hat Natur-Holzstreu, die aus mehrfach gereinigten und unbehandelten Holzresten besteht und zu kleinen Pellets verarbeitet wird. Nachteilig ist, dass es relativ schwer ist und der Tierhalter je nach Größe des Käfigbodens ganz schön schleppen muss. Anfangs ist Holzstreu extrem rutschig für die Kleintiere, da die Pellets eine runde und glatte Oberfläche haben. Es empfiehlt sich daher am besten als Unterstreu. Darüber sollte man entweder mit etwas Stroh oder Heu auffüllen. Nach einigen Tagen zerfallen die Pellets und je nach Größe und Anzahl der Tiere sollte es nach 4 bis 7 Tagen komplett ausgetauscht werden.

Säge- und Hobelspäne bestehen ebenfalls aus Holzresten, die bereits seit vielen Jahrzehnten als Einstreu für den Käfigboden von Kleintieren eingesetzt werden. Zwar ist diese Streu schön weich, es hat aber aufgrund der flachen Struktur keine so guten Saugeigenschaften, die Oberfläche bleibt lange feucht und kein Nager setzt sich gerne ins Nasse. Zudem bleiben die Flocken gerne an den Pfoten hängen und werden nicht selten in der gesamten Umgebung verteilt. Streu aus Sägespänen ist jedoch meist sehr preiswert, leicht und staubarm.

Leinen-, Baumwoll- oder Papierstreu sind besonders für kleine Buddler geeignet

Als hochwertige Einstreusorten sind seit einigen Jahren verstärkt Bodenbedeckungen aus Naturfasern wie Leinen und Baumwolle erhältlich. Diese Streusorten sind nicht nur besonders weich, sie bieten den Kleintieren auch einen behaglichen Liege- und Laufkomfort. Trotz ihrer feinen Struktur sind Leinen- und Baumwollstreu sehr saugfähig und geruchsarm. Feuchtes Streu kann ganz einfach mit einer kleinen Schaufel dem Käfigboden entnommen werden und mit frischem aufgefüllt werden. Streu, das aus Papierflocken besteht, ist besonders bei Hamstern oder Mäusen beliebt, die sich ihre Schafhöhlen in die Streu graben und gerne ihre Nester aus diesem Material bauen. Papierstreu ist sehr hygienisch und nahezu staubfrei. Es eignet sich daher ideal für Allergiker (Kleintier und Mensch) oder auch verletzte Tiere.

Kleintiere lieben Hanfstreu und Hanfmatten

Über insgesamt sehr gute Eigenschaften verfügt auch Hanfstreu, das zumeist in der Anschaffung auch etwas teurer ist. Ob Kaninchen, Meerschweinchen, Degu, Chinchilla oder Hamster und Mäuse, diese Streu lieben die meisten Nager wegen des natürlichen milden Dufts, der weichen und schnell trocknenden Oberfläche. Hanfstreu ist ebenfalls gut für Allergiker geeignet, da sie trotz der feinen Struktur nicht staubt. Neben Hanfstreu, sind im Fachhandel auch Hanfmatten erhältlich, die zusätzlich oder statt Streu auf dem Stallboden ausgelegt werden können.

Maisgranulat riecht verführerisch gut

In der Streuherstellung kommen heute auch viele Sorten zum Einsatz, die aus Zellulose bestehen und daher für Kleintiere eine besonders natürliche Einstreu darstellen. Bei Kleintieren ist beispielsweise Maisgranulat wegen des Geruchs sehr beliebt. Es wird aus den Maiskolbenspinden hergestellt und ist sehr geruchs- und feuchtigkeitsbindend.

Wie dick soll eingestreut werden und wie oft soll man das Einstreu wechseln?

Die Höhe der Einstreu richtet sich in erster Linie nach der Tierart. Da Kaninchen, Meerschweinchen oder Chinchillas eher auf der Streu liegen, als darin, reicht eine Streuhöhe von zirka 3 bis 5 Zentimetern. Nasse Stellen sollte man täglich entfernen und nachstreuen und zirka einmal in der Woche sollte der gesamte Bodenbelag ausgetauscht werden. Hamster, Mäuse und Degus lieben es kuscheliger und bauen ihre Höhlen und Verstecke gerne etwas tiefer in die Streu, so dass man zumindest an einigen Partien bis zu 40 Zentimeter hoch einstreuen sollte. Auch hier empfiehlt es sich, die nassen Stellen spätestens jeden zweiten Tag zu reinigen. Ein Komplettaustausch der Einstreu ist aber erst nach zwei bis vier Wochen erforderlich.

 

Tipp:

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