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Gute Erziehung für ein harmonisches Miteinander

Ebenso wie Menschen benötigen auch Hunde eine gute Erziehung und Ausbildung damit ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Tier entstehen kann. Idealerweise beginnt man bereits im Welpenalter, denn da lernt der Vierbeiner alles noch viel schneller und zumeist auf spielerische Art. Bereits ab der dritten oder vierten Lebenswoche startet die Erziehung, meist zunächst mit dem Training zur Stubenreinheit. Ab der sechsten Woche beginnt die Prägephase des Welpen auf seine Menschen. In dieser Zeit ist er besonders lernfähig. Frauchen und Herrchen schaffen durch eine frühzeitige Grundausbildung die beste Voraussetzung für folgende Aufgaben, wie die Beherrschung der wichtigen Basiskommandos, die Leinenführigkeit oder das Apportieren von Gegenständen und bei entsprechendem Talent sogar die Förderung durch Agility-Sport.

Für den Erst-Hundebesitzer mag dies komplex klingen, doch Hunde lernen im Allgemeinen sehr schnell, durch ihre natürliche Intelligenz, ihre Neugier und ihren Spieltrieb. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Erziehungshilfen, die auch den Laien bei seiner Aufgabe wesentlich unterstützen können.

Am Anfang steht das Stubenrein werden

Wollen Hund und Mensch gemeinsam im Haus oder in der Wohnung leben, ist es unabdingbar, dass der Vierbeiner möglichst schnell lernt, sein Geschäftchen nur da zu erledigen, wo Herrchen es möchte. In der Regel ist dies nicht auf dem Parkett im Wohnzimmer, sondern auf der Wiese draußen. Es gilt, dies dem Welpen so früh wie möglich beizubringen. Etwa alle zwei bis drei Stunden muss sich ein Welpe lösen. Idealerweise bringt man den Junghund nach jeder Mahlzeit nach draußen und setzt ihn auf die Wiese.

Wer in einer Wohnung lebt, sollte eine Sandkiste auf dem Balkon bereitstellen, falls es mal schnell gehen muss. Der Hundehalter muss sich in den ersten Wochen besonders viel Zeit für seinen kleinen Vierbeiner nehmen und ihn gut beobachten. Läuft der Welpe unruhig im Kreis, scharrt er am Boden und ist aufgeregt, muss er sich erleichtern. Dann gilt es, schnell zu reagieren.

Hat es doch mal ein Unglück gegeben, hilf kein Schimpfen oder gar Schlagen. Ein energisch ausgerufenes "Nein", auf frischer Tat ertappt, ist ausreichend, zusammen mit der Aktion, den Welpen sofort nach draußen zu bringen. Herrchen muss natürlich anfangs viel Geduld haben und nachsichtig sein. Beim Training zur Stubenreinheit kann auch eine Hundetoilette unterstützen. Das ist eine flache Wanne mit einer saugfähigen, austauschbaren Unterlage, die man in der Nähe der Wohnungstür platziert und den Welpen damit vertraut macht.

Loben, Streicheleinheiten und Leckerchen unterstützen maßgeblich

Die wichtigste Maßnahme für ein erfolgreiches Training ist das Loben, wenn der Hund etwas richtig gemacht hat. Das muss sehr überschwänglich und mit viel Begeisterung geschehen, damit der Vierbeiner es auch als etwas Besonderes ansieht und mit seiner aktuellen Tat verknüpfen kann. Das verbale Loben sollte auch mit Streicheleinheiten einhergehen und zumindest am Anfang auch mit einigen Leckerchen.

Nach der Erziehung zur Stubenreinheit geht es meist weiter mit der Ausbildung zum Gassi gehen. Der Vierbeiner muss lernen, ein Halsband oder ein Geschirr zu tragen und neben Frauchen und Herrchen bei Fuß zu gehen – Ziehen untersagt. Das Training zur Leinenführigkeit ist schon etwas komplexer und verlangt vom Hundehalter geduldiges und konsequentes Vorgehen, damit der Spaziergang von Hund und Mensch nicht in gegenseitigem Tauziehen endet. Auch hierbei darf Herrchen nicht mit Lob sparen, wenn sich schnell Erfolge einstellen sollen. Die richtige Ausstattung, wie ein gut sitzendes Halsband/Geschirr, eine Leine von fixer Länge und der Snack-Beutel, bietet dem Hundeführer eine gute Unterstützung.

Komm, Sitz, Platz und Bleib – wichtige Kommandos fürs ganze Hundeleben

Hunde lieben es, Aufgaben gestellt zu bekommen. Für sie ist es Spiel und Beschäftigung zugleich. Außerdem genießen sie die Aufmerksamkeit, die ihre Menschen ihnen entgegenbringen und sind meist mit viel Eifer dabei. Durch Apportier- oder Suchspiele kann der Tierfreund ganz nebenbei auch die Intelligenz seines Vierbeiners testen und fördern. Grundvoraussetzung dafür ist, dass der Hund gut "hören" kann, also die wichtigen Basiskommandos versteht und auch befolgt.

Will man ihm das Apportieren von Gegenständen beibringen oder ihn zu Suchspielen mit Futterbrocken oder dem Lieblingsspielzeug anregen, muss er zunächst die klassischen Aufforderungen, wie "Komm", "Sitz", "Platz" oder "Bleib" lernen. Die verbal ausgesprochenen Worte sollte der Hundehalter immer auch mit entsprechenden Gesten kombinieren, die später und im Idealfall sogar ausreichen, den Hund zu einer Aktion zu bewegen. Hilfsmittel wie Clicker oder Hundepfeife können das Training beschleunigen, sofern sie positiv eingesetzt werden, also um anzuzeigen, dass der Vierbeiner etwas richtig oder gut gemacht hat. Ein eindeutiges Lob ist und bleibt natürlich das Leckerli, für das jeder Hund fast alles macht.

Förderung durch Agility-Sport

Sehr aktive Hunde lieben zudem die Herausforderung und haben das Talent zum Agility-Sport. Auch hierbei können Mensch und Tier ihr besonderes Verständnis zueinander testen und vertiefen. Es gilt den Vierbeiner zu sportlichen Leistungen zu animieren, wie zum Beispiel das Absolvieren eines Hindernisparcours. Vom Halter ist viel Know-how gefordert, damit er die richtigen Kommandos gibt und vom Hund nicht missverstanden wird. Man muss noch nicht einmal unbedingt nach draußen ins Gelände, um seinen Vierbeiner mit den Hindernissen vertraut zu machen. Übersprunghürden aus Kunststoff, Nylontunnel oder Durchsprung-Reifen aus weichem Schaumstoff lassen sich zum Training oder bei schlechtem Wetter auch mal im Flur aufstellen. Anfangs unterstützt noch eine Trainingsleine, später ist selbst die nicht mehr nötig. Elementar ist allerdings, dass der Vierbeiner mit Freude dabei ist und Herrchen keinen Zwang ausübt.

Dem Vierbeiner Grenzen frühzeitig aufzeigen

Zu einer guten Hundeausbildung gehört auch, dass der Hund weiß, was er nicht darf. Herrchens zerkaute Pantoffeln, Biss- und Reißspuren an der Sofaecke oder das Aas-Fressen beim Spaziergang, sollten frühzeitig unterbunden werden, damit die Hundehaltung nicht in Stress für Mensch und Tier ausartet. Es gilt, diese Aktionen beizeiten durch eindeutige und konsequente Kommandos, wie zum Beispiel "Nein" zu unterbinden und den Vierbeiner bei Befolgen des Kommandos ausgiebig zu loben.

Hin und wieder gibt es aber auch lernresistente Hunde, die ihre gute Erziehung vergessen, sobald sie mal allein zu Hause sind und doch wieder in die Sofaecke beißen. Für diese Fälle gibt es sogenannte Fernhaltemittel. Dies sind zumeist ungiftige Sprays, mit denen man Möbel oder andere Gegenstände präparieren kann. Für die feinen Hundenasen ist der Geruch des Sprays unangenehm und sie bleiben fern, für den Menschen ist er jedoch nicht wahrnehmbar.