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Die perfekten Gegebenheiten: So wichtig sind Heizung und Beleuchtung im Terrarium

Mit dem Terrarium und seinen Bewohnern holen wir uns exotische Welten ins Haus. Diese faszinieren und geben oft ganz andere und vor allem wärmere Landstriche wieder, als wir es aus dem eher kühlen Deutschland gewohnt sind. Umso wichtiger ist deshalb, dass wir uns nicht nur hinsichtlich der Einrichtung an die natürlichen Bedürfnisse der Terrarienbewohner halten, sondern auch gemäß Temperatur und Lichtverhältnissen. Wir zeigen, worauf es bei der Auswahl der richtigen Heizung und Beleuchtung ankommt.

Während das Einrichten des exotischen Lebensraumes selbst viel Spaß macht, sind diese technischen Zusätze, wie Heizung und Beleuchtung gedanklich meist eher eine Nebensächlichkeit. Doch gerade das kann sich als großer Fehler herausstellen, denn für sämtliche Terrarienbewohner, egal ob sie aus Wüsten- oder Regenwaldregionen stammen, sind Temperatur und Lichtverhältnisse überlebenswichtig.

Es ist für das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere von großer Bedeutung die natürlichen Gegebenheiten bestmöglich nachzustellen und nicht nur für eine ausreichende Anzahl von Sonnenstunden zu sorgen, sondern auch darauf zu achten, dass mit dieser Beleuchtung eine ausreichende Temperatur einhergeht. Denn beides hängt untrennbar zusammen. So muss ein Terrarium nicht nur über ein angepasstes Heizsystem verfügen, dass entweder unter dem Boden, von oben oder auch in Kombination verlegt wird. Das Terrarium muss durch Beleuchtung zudem die Sonnenstunden und auch die exakte Beleuchtung und Erwärmung von Sonnen- und Schattenplätzen simulieren. Da viele Terrarientiere UV-Licht zum Überleben benötigen, muss darauf geachtet werden, dass dieses ausreichend zur Verfügung steht.

So wichtig ist das Temperaturgefälle

Zudem muss das Temperaturgefälle im Terrarium so abgestimmt sein, dass auf einer Seite geheizt wird und auf der anderen Seite Lüftungsschlitze vorhanden sind. So können die Tiere sich aussuchen, worauf sie gerade Lust haben. Sämtlichen Terrarienbewohnern ist gemein, dass sie einen hohen Sauerstoffanteil in der Luft benötigen. Nicht verdeckte Lüftungsschlitze, durch die ausreichend Frischluft ins Terrarium dringt, sind deshalb von essentieller Bedeutung. 

Vor allem für Wüstenbewohner ist es zudem wichtig, dass Sie während der Nacht angewärmte Stellen im Bodenbrereich finden. Diese werden in der freien Natur von der Sonne aufgeheizt und strahlen diese gespeicherte Wärme dann nachts ab. Da die Lichtquellen im Terrarium von ihrer Intensität her aber nicht mit der Sonnenstrahlung verglichen werden können, zählt hier die Vorsorge durch den Menschen. Er muss gewährleisten, dass der Bodenbereich - etwa durch Heizmatten oder beheizte Steine - auch nachts warme Stellen aufweist.

Heizung und Beleuchtung gehören zusammen

Heizung und Beleuchtung sind untrennbar miteinander verbunden und müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Denn während beispielsweise LED-Lampen lediglich Licht abgeben, werden viele Lampen und Beleuchtungssysteme sehr warm und tragen so ihren Anteil zur Temperatur bei. Manche Arten benötigen zudem wärmespendendes Licht, da sie reine Wärmequellen nicht wahrnehmen. So können etwa manche Schlangenarten die Wärme in einem gut beheizten Terrarium nur dann überhaupt wahr- und aufnehmen, wenn sie auch eine Lichtquelle haben.

Welche Heizungen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Heizungen, die es ermöglichen für jedes Tier die passenden natürlichen Gegebenheiten zu simulieren. Gute Wärmespeicher sind etwa Schieferplatten, die nicht nur speichern, sondern die Wärme auch langsam wieder abgeben. Gemeinsam mit Spot- oder PAR-Strahlern können hier schöne Wärmeplätze geschaffen werden, die allerdings noch zusätzliche Beleuchtung erfordern.

Weit verbreitet, vor allem für Wüstenbewohner, ist der Einsatz von Heizmatten. Diese werden unter dem Bodenbelag angebracht und sorgen für flächendeckende Wärme. Sie können mit Heizkabeln kombiniert werden, um den Boden nur teilweise zu beheizen und auch kühle Stellen zur Verfügung zu stellen. Wenn der Boden grundsätzlich kühl sein soll und den Tieren trotzdem ein warmer Platz zur Verfügung stehen soll, eignen sich Heizsteine. Diese dürfen aber nicht zu heiß eingestellt sein. Die weit verbreiteten Dunkel- und Keramikstrahler sind sehr Energieintensiv und sollten nur, mit einem Sicherheitsabstand zu den Tieren, als Zusatzheizung angebracht werden.

Welche Beleuchtungsmöglichkeiten gibt es?

Auch die Auswahl im Bereich Beleuchtung ist groß. Hier stehen, ebenso wie bei der Heizung, die Bedürfnisse der Terrarienbewohner im Fokus. Die Standardbeleuchtung in Terrarien sind Leuchtstofflampen, die nur Licht abgeben, also keine Wärme produzieren. Diese haben eine hohe Wattzahl und leuchten das Terrarium, vor allem mit einem zusätzlichen Reflektor, optimal aus. Neben den regulären Leuchtröhren gibt es auch UV-Brenner, Quecksilberdampflampen, auch HQL-Brenner genannt, und UV-Licht Lampen. Gerade UV-Licht ist für viele Terrarienbewohner lebensnotwendig, weshalb diese je nach Tierart oft vorzuziehen sind. Die Wärme muss jedoch immer mit der Heizung abgestimmt werden, damit die Tiere nicht plötzlich in einem überhitzten Terrarium sitzen.

Für kleinere und mittlere Terrariengrößen eignen sich HQL-Brenner und bei UV-Brennern muss darauf geachtet werden, die Lampen nach 18 Monaten auszutauschen. Sogenannte HQI oder Metalldampflampen sind relativ hell und können ab einer Terrarienhöhe von 80 cm eingesetzt werden. Sie geben allerdings viel UV-Licht ab und dürfen nur mit einem zusätzlichen Schutzglas verwendet werden. Bei besonders kleinen Terrarien oder in Aufzuchtbecken können Kompakt-Steuerlampen mit zusätzlichen Reflektoren eingesetzt werden. Auch diese müssen allerdings regelmäßig ausgetauscht werden, in diesem Fall nach neun bis 12 Monaten.

Was muss beachtet werden?

Es ist wichtig, die Dauer der Beleuchtung und die Temperaturen der Beheizung der Heimat der Terrarienbewohner anzupassen. Hier sollte etwa auf die Anzahl der Sonnenstunden geachtet werden. Dann kann, gerne auch unter Verwendung von Dimmern und Zeitschaltuhren, der Tagesablauf bestmöglich simuliert werden.

Besonders wichtig ist, dass sowohl Lampen, die sich stark erwärmen, als auch Heizsysteme und Heizmatten so angebracht werden, dass die Tiere diese unter keinen Umständen berühren können. Denn dabei könnten sich die Tiere schwere Verbrennungen zuziehen oder gar verenden. Es sollte also immer noch eine Sicherheitsabdeckung zwischen Heizung und Reptil sein. So etwa eine Styroporplatte zwischen Heizmatte und dem von den Tieren genutzten Bodenbelag oder ein Schutzglas vor heißen Lampen und Strahlern, die an der Decke angebracht sind.

Beste Platzierung

Schon vor der Platzierung von Heizung und Beleuchtung sollte klar sein welche Anforderungen die jeweiligen Bewohner an ihre natürliche Umgebung haben. Bevorzugen sie Sonnen- oder Schattenplätze oder wandern sie gerne zwischen diesen hin und her? Lieben Sie Wärme von unten oder von oben oder benötigen sie beide Varianten für eine gesunde Entwicklung? Erst wenn diese Bedürfnisse klar sind, geht es an die Platzierung von Heizung und Beleuchtung. Am besten kommen die Tiere übrigens zur Geltung wenn die Beleuchtung im vorderen Bereich des Terrariums angebracht ist. Denn dann wird das Terrarium bestmöglich ausgeleuchtet und die Tiere können nach Herzenslust von außen beobachtet werden.