Wohin mit dem Vogel während dem Urlaub? - tierglueck-Haustierratgeber

Der Sommerurlaub steht an, aber wohin mit dem Vogel?

Wer sich einen Vogel als Haustier hält und einen Urlaub plant, der muss sich Gedanken darüber machen, was während der Ferienzeit mit dem Vogel geschehen soll. Soll der gefiederte Freund mit verreisen, dann gilt es, die Voraussetzungen zu prüfen, soll das Tier zu Hause bleiben, dann muss ein vertrauenswürdiger Vogelsitter gefunden werden.


Ein oder mehrere Vögel als Haustiere bringen Leben und Farbe ins Haus und die gefiederten Haustiere sind das ganze Jahr über hervorragende und oft exotische Gesellschaft für ihre Halter. Wenn jedoch die Urlaubszeit naht, dann stellt sich immer wieder die Frage: Wohin mit den Tieren? Während mancher Vogelhalter sein Tier mit auf die Reise nehmen möchte, suchen andere nach einer geeigneten Urlaubsvertretung, die sich um die Verpflegung von und die Beschäftigung mit dem Tier kümmert.

Kann der Vogel mit in den Urlaub?

Wer seinen Vogel nicht zu Hause lassen, sondern mit in den Urlaub nehmen möchte, der muss sich frühzeitig Gedanken darüber machen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Tier die Reise antreten kann. Grundsätzlich gilt allerdings, dass eine lange Reise mit dem Auto für die Tiere immer viel Stress bedeutet und dass sowohl Hitze wie auch Zugluft von den Tieren nicht vertragen werden. Jeder Vogelfreund sollte sich also genau überlegen, ob die Tiere wirklich mit auf die Reise gehen sollen, zumal sie sich in ihrer gewohnten Umgebung meist sehr viel wohler fühlen.

Was ist bei einer Reise mit dem Vogel zu beachten?

Steht die Entscheidung, dass das Tier mit in den Urlaub genommen wird, jedoch fest, so gilt es dafür zu sorgen, dass das Urlaubsziel möglichst vogelfreundlich ausgewählt wird. Hier sind Ziele mit gemäßigtem Klima am besten geeignet, denn Vögel reagieren sehr empfindlich auf Hitze und können schon bei Temperaturen, die uns Menschen noch durchaus angenehm erscheinen, in Not geraten und überhitzen. Da Vögel nicht schwitzen können, kann ein Überhitzen für die kleinen Körper gar mit dem Tod enden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass hier immer darauf geachtet wird, dass der Vogel sich in gemäßigten Temperaturen aufhält - das gilt für die Reise an sich, etwa im Auto, sowie auch für den Urlaubsort selbst.

Auch eine zu lange Autofahrt sollte vermieden werden, denn diese kann bei den Tieren immensen Stress verursachen und dazu führen, dass die Vögel nicht richtig essen und trinken oder sich die Federn rupfen. Auch Zugluft oder auch eine Klimaanlage, die etwa bei einer Autofahrt kaum vermieden werden können, sind für die Tiere sehr unangenehm und sie können sich zudem eine schwerwiegende Erkältung zuziehen.

Liegt das Urlaubsziel im Ausland, sind rechtzeitig vor der Abreise sämtliche Informationen zu den Einreisebedingungen einzuholen, so dass alle erforderlichen Dokumente - etwa Impfbescheinigungen oder andere durch den Tierarzt ausgestellte Dokumente rechtzeitig besorgt werden können. Dies ist wichtig, da manche Länder sehr strenge Einreisebestimmungen haben und eine unzureichende Vorbereitung dazu führen kann, aufgrund von fehlenden Papieren mit dem Tier an der Grenze festzusitzen.

Welche Unterkunft eignet sich?

Schließlich ist es wichtig, dass die Unterkunft am Urlaubsziel selbst entsprechend tierfreundlich ist und der Vogel dort willkommen und sicher untergebracht ist. Dass ein Vogel nicht mit auf einen Campingurlaub genommen werden sollte, versteht sich von selbst, denn sowohl in einem Zelt als auch in einem Wohnwagen können die Temperaturen auf ein für den Vogel lebensgefährliches Maß steigen. Auch Hotels sind, aufgrund der Nähe zu anderen Gästen und den Vorschriften, wohl eher weniger geeignet. Am besten für den Urlaub mit dem Haustier eignet sich eine Ferienwohnung, doch auch hier gilt es zu bedenken, dass Vogelarten, die seht laut sind, zu Problemen mit anderen Urlaubern führen könnten. Ein frei und etwas abseits stehendes Ferienhaus könnte hier also die beste Wahl sein.

Kann der Vogel zu Hause bleiben?

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn der Vogel nicht mit verreist? Wenn der Vogel nicht mit in den Urlaub kommt, dann gilt es, die beste Alternative für seine Versorgung Zuhause auszuwählen, denn neben der Versorgung in den eigenen vier Wänden besteht auch die Möglichkeit, ihn in gute Hände zur vorübergehenden Pflege abzugeben. Wohl die beste und für den Vogel selbst entspannteste Alternative, die Ferienzeit zu verbringen, ist die gewohnte Umgebung. Wenn der Vogel nicht nur im eigenen Käfig, sondern zudem in den eigenen vier Wänden in seiner gewohnten Umgebung bleiben darf, fühlt er sich am wohlsten.

Worauf sollte man bei der Wahl des Vogelsitters achten?

Den Vogel zu Hause zu lassen funktioniert allerdings nur dann, wenn sich eine vertrauenswürdige und tierliebe Person im Freundes- oder Bekanntenkreis findet, die bereit ist, sich dem Tier anzunehmen. Hier reicht es allerdings nicht aus, alle zwei oder drei Tage mal frisches Futter und frisches Wasser zu reichen, sondern es sollte ein täglicher Besuch vereinbart werden, bei dem nicht nur die Futter- und Trinkgefäße gereinigt und neu gefüllt werden, sondern auch eine gewisse Zeit einkalkuliert wird um dem Tier Freiflug zu gewähren oder sich zumindest eine Weile mit ihm zu beschäftigen.

Dies ist vor allem dann sehr wichtig, wenn lediglich ein einzelner Vogel gehalten wird, denn dieser würde sich andernfalls einsam fühlen, schnell langweilen und könnte sich dadurch Unarten angewöhnen oder sich gar die Federn rupfen. Ein Vogelpärchen oder eine ganze Gruppe kann eher mit dem „Verlust auf Zeit“ ihres Menschen klarkommen als ein einzelnes Tier. Wird nur ein Tier gehalten, kann es deshalb empfehlenswert sein, das Tier samt seinem Käfig einem erfahrenen Vogelsitter anzuvertrauen. Dort sind oft mehrere Vögel zeitgleich in Pflege, so dass sich das Tier nicht alleine fühlt. Auch hier gilt allerdings, sich rechtzeitig zu informieren ob der Vogel spezielle Impfungen oder Papiere haben muss, um aufgenommen zu werden.

Eine weitere Möglichkeit, den Vogel adäquat und seinen Ansprüchen gerecht unterzubringen ist bei einem Züchter - bestenfalls dem Züchter, bei dem das Tier gekauft wurde. Denn viele Züchter bieten die zeitweise Unterbringung der Tiere während der Urlaubszeit an.

Wer seinen Vogel über die Ferien in Pflege gibt, der sollte sich bewusst machen, dass das Tier auch während der eigenen Abwesenheit - trotz bester Pflege - krank werden oder gar sterben könnte. Ein gewisses Risiko verbleibt also immer, wenn das Tier in fremder Obhut zurückbleibt.

Das Wichtigste im Überblick: Die Checkliste

Wer den Urlaub mit Vogel - oder alternativ den Urlaub ohne Vogel - vorbereitet, der muss an einiges denken. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die rechtzeitig vor Ferienbeginn erledigt und organisiert werden müssen:

yes Zunächst muss entschieden werden, ob der Vogel mit in den Urlaub reisen soll oder nicht.

yes Wenn ja, muss eine geeignete Unterkunft gefunden werden und es müssen - bei Auslandsreisen - Informationen über die Einreisebestimmungen eingeholt werden.

yes Wenn nein, muss ein geeigneter Vogelsitter gefunden werden - entweder im Freundes- und Bekanntenkreis oder aber alternativ ein professioneller Vogelsitter.

yes Eventuell muss ein Termin beim Tierarzt vereinbart werden, um Impfungen und sonstige Unterlagen zu bekommen.

yes Es müssen Vogelfutter, Snacks und gegebenenfalls eine Vitamin- und Mineral-Nahrungsergänzung besorgt werden, die dann entweder mit in den Urlaub genommen oder aber dem Vogelsitter übergeben werden.

yes Wenn der Vogel über die Ferien in Pflege kommt, sollte eine Checkliste für den Vogelsitter vorbereitet werden, in der sämtliche Informationen zu Fütterung, Pflege und Freiflug, sowie die Kontaktdaten des Tierarztes und die eigene Handynummer aufgeführt sein sollten.

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