Die Farben der Welt im Terrarium: Faszination Gecko - tierglueck-Haustierratgeber

Die Farben der Welt im Terrarium: Faszination Gecko

Wer sich einen Gecko zu Hause hält, der holt sich ein Stück der weiten Welt ins Wohnzimmer. Denn die faszinierenden Farbspiele, die einsetzen, wenn ein Gecko sich seiner Umgebung anpasst, spiegeln den ursprünglichen Lebensraum dieser flinken kleinen Haustiere wider. Und Geckos leben überall auf unserer Erde. Bei optimalen Bedingungen im Gecko Terrarium lassen sich besonders intensive Farbwechsel beobachten.

Aus den verschiedensten Ecken der Welt kommen die Geckos, die wir hierzulande im Terrarium halten können. Ebenso unterschiedlich wie ihre Herkunftsorte können auch die Geckos selbst sein. Viele Arten können einen wahrlich faszinierenden Farbwechsel auslösen. Und auch wenn ein Gecko nicht die Farbvielfalt eines Chamäleons erreichen kann, so ist diese doch überwältigend.

Wie ein Künstler, der die Umrisse seines Gemäldes zuerst sanft vorzeichnet und es dann, Schritt für Schritt, mit intensiven Farben füllt, bis es von innen heraus leuchtet, kann ein Gecko seine Farben intensivieren und aufleuchten lassen. Diese Farbwechsel sind vor allem Temperatur- und Tageszeitabhängig. Wer bei der Geckohaltung darauf achtet, die Bedingungen des natürlichen Lebensraumes so exakt wie möglich einzuhalten, der wird auch optisch viel Freude an diesem außergewöhnlichen Haustier haben.

„Fired up“ – Das faszinierende Farbenspiel der Geckos

Wer sich dafür entscheidet, einen Gecko zu Hause aufzunehmen, der sollte sich vorher umfassend informieren. Ratsam ist es in jedem Fall, sich zunächst intensiv in das Thema Geckohaltung einzulesen. Wer besonders viel Wert auf das Farbspiel legt, der ist beispielsweise mit einem Kronengecko gut beraten, der urig – fast wie aus einer anderen Zeit – aussieht. Auch verändert er sein Aussehen farblich sehr intensiv, bis hin zum regelrechten Aufleuchten.

„Fired up“ wird dieses Aufleuchten genannt und beschreibt so ganz hervorragend das Farbspiel, welches einsetzt, wenn sich ein Kronengecko, das tagsüber regulär eher blass gefärbt ist, Veränderungen ausgesetzt sieht. Neben der Temperatur oder der Tageszeit kann dies außerdem durch eine Veränderung der Luftfeuchtigkeit oder durch den erwachenden Jagdtrieb bei der Lebendfütterung ausgelöst werden. Auch die Beschäftigung mit dem Gecko, etwa ihn über die eigene Hand laufen zu lassen, kann das „firing up“ auslösen. Um tagsüber nicht aufzufallen, bleiben Geckos dann in der Regel „fired down“, also farblich abgeschwächt, so hell wie möglich.

Verschiedene Arten von Geckos

Geckos sind sowohl in Regionen mit gemäßigtem Klima, als auch in der Wüste oder in den Tropen anzutreffen. Hier bei uns gezüchtet, können wir uns mit einem passend ausgestatteten Terrarium die weite Welt ins Haus holen. Dabei verrät die Herkunft des jeweiligen Geckos denjenigen, die sich gerne eines der exotischen Tiere zu Hause halten möchten, immer auch gleich sehr viel über die Ausstattung und Einrichtung eines geeigneten Terrariums.

Je nach Art können Geckos 3,5 bis 60 cm lang werden und werden 10 bis 15 Jahre alt. Manche große Arten können sogar ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen. Auch ihre Füße unterscheiden sich untereinander immens: Während einige Arten mit ihren Haftlamellen sogar an sehr glatten Wänden hochlaufen können, haben andere Arten Zwischenhäute an den Zehen und können sich damit geschickt über Sand bewegen. Geschlechtsreif werden Geckos mit etwa 12-18 Monaten und nach einer Tragzeit von 45 bis 60 Tagen, je nach Umgebungstemperatur auch bis zu 80 Tagen, kann beobachtet werden, wie die kleinen Geckos aus ihrer Eihülle schlüpfen.

Geckos: Exotische Schönheiten aus Afrika und Asien

Neben dem aus Neukaledonien stammenden Kronengecko gibt es noch viele andere Arten von Geckos, die aus der ganzen Welt stammen.

Der meist nachtaktive Dickfingergecko etwa, ist in den trockenen Gegenden Südostafrikas zu Hause und schätzt größere Felsansammlungen. Ebenfalls in Afrika, genauer gesagt in Senegal, Mauretanien und Marokko, ist der etwa 10 Zentimeter große Helmkopfgecko beheimatet. In Bäumen und Bananenstauden im Norden Madagaskars lebt der Große Taggecko. Im selben Lebensraum ist der Plattschwanzgecko anzutreffen.

Der dämmerungs- und nachtaktive Goldgecko stammt aus den tropischen Bergwäldern und dem subtropischen Regenwald in Vietnam, wo er sich bevorzugt in tiefen Spalten von Sandsteinformationen und auf Bäumen aufhält. Der Siamesische Grünaugengecko hält sich gerne in Höhlen und Spalten von Felswänden auf und benötigt eine optimale Luftfeuchtigkeit. In Laos, Thailand oder Kambodscha ist der Gelbrückengecko – oder Laos-Gecko – zu Hause. Ebenfalls in Asien, in einem Gebiet, das sich vom Irak über Pakistan bis nach Indien erstreckt, lebt der nachtaktive Leopardengecko.

Besonders laut bemerkbar macht sich der in Indien, Südchina, auf den Philippinen, in Malakka und Indonesien beheimatete Tokee, auch Tokeh genannt. Mehrere Meter weit hört man die Rufe dieses Geckos. Bevorzugt wohnt er in alten Ruinen im tropischen Regenwald.

All diese exotischen Schönheiten können wir im heimischen Terrarium halten, vorausgesetzt wir schaffen eine artgerechte Umgebung, die dem natürlichen Lebensraum entspricht.

Voraussetzungen zur Gecko-Haltung

Die Farben der Welt im Terrarium: Faszination Gecko - tierglueck-HaustierratgeberUm es den kleinen Gesellen bei der Haltung im Terrarium so angenehm wie möglich zu machen, ist es wichtig, sich bereits vor dem Kauf mit den Eigenschaften der jeweiligen Art vertraut zu machen. Jede Geckoart benötigt eine ganz bestimmte Unterbringung und neben einem passend eingerichteten Terrarium gilt es auch die Futtergewohnheiten zu beachten.

Im Allgemeinen lassen sich Geckos sehr gut einzeln halten, denn auch in freier Natur leben die meisten Arten im lockeren Verband. Wer mehrere Geckos hält, der kann aber wunderbar ihr Sozialverhalten beobachten. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Weibchen in der Überzahl sind, da männliche Geckos aufgrund ihres Geschlechtstriebes sonst schnell zum Stressfaktor für die Damen werden können.

Futtergewohnheiten eines Geckos

Was die Nahrung angeht, braucht so mancher Gecko-Halter starke Nerven. Denn die Futterjagd ist ein wahres Schauspiel und kann durchaus wie ein Krimi anmuten: Bei fast allen Geckoarten steht Lebendfutter auf dem Speiseplan. Zu einer abwechslungsreichen und nährstoffreichen Ernährung gehören für Geckos Insekten, zum Beispiel Heuschrecken und Grillen, ebenso wie Schnecken oder sogar kleine Säugetiere. Die Futterjagd und das anschließende verschlingen der Futtertiere ist nichts für schwache Nerven. Zudem müssen auch die Futtertiere nicht nur gekauft oder selbst gezüchtet werden, sondern dem Gecko auch ins Terrarium gereicht werden.

Schon einfacher ist da der Umgang mit Grünfutter, Früchtebrei und Vitamin-Mineral-Puder, das dem Gecko zur Nahrungsergänzung verfüttert wird. Damit das kleine Reptil nicht zu viel frisst und verfettet, ist es wichtig grundlegende Ernährungsregeln für die jeweilige Art zu beachten. Denn der Gecko selbst würde einfach immer fressen wenn genügend Nahrung vorhanden ist.

Auch für ausreichend Trinkwasser sollte im Gecko Terrarium immer gesorgt sein, denn die im Wasser enthaltenen Mineralien sind für den Gecko lebenswichtig. Hier gilt es zu beobachten, wie ein Gecko trinken möchte. Entweder an einem kleinen Wasserfall im Terrarium, aus einer Wasserschale oder über Tropfen, die der Gecko von sämtlichen Oberflächen im Terrarium ablecken kann. In letzterem Fall muss das Terrarium regelmäßig mit Wasser besprüht werden, so dass genug Trinkwasser bereitsteht.

Das Gecko-Terrarium

Bei der Wahl des geeigneten Terrariums gilt: Je größer desto besser. Wer beispielsweise bis zu zwei Geckos in einem Terrarium hält, sollte eine absolute Mindestgröße von 60 x 40 x 60 Zentimetern einplanen. Bei drei Tieren gelten Mindestmaße von 200 x 70 x 100 Zentimetern. Es kann auch großen Spaß machen, sich das Terrarium mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst zu bauen.

Gerade im Eigenbau lässt sich der natürliche Lebensraum des Geckos bestmöglich nachgestalten, so dass der Gecko seine gewohnte Luftfeuchtigkeit und Temperatur in seinem neuen Zuhause genießen kann und nicht krank wird. Mit Holz, Kork, Ästen oder Steinen können Wände gestaltet und Verstecke gebaut werden. Verschiedene Pflanzenarten, je nach Art des Geckos und seiner natürlichen Umgebung, bilden ebenso Teil der gestalteten Landschaft wie kleine Wasserläufe oder gar Wasserfälle. Ob Wüste oder Regenwald, im Gecko Terrarium lässt sich jeder Lebensraum einrichten. Geräte für Belüftung, Beleuchtun und Heizung sowie Luftfeuchtigkeit gehören ebenso zur Grundausstattung der Gecko-Unterkunft.Die richtigen Licht- und Luft- und Temperaturverhältnisse im Gecko Terrarium sind für die Gesundheit des Geckos unabdingbar.

Auch die laufenden Kosten, die durch den Betrieb dieser technischen Hilfsmittel entstehen, sollten eingeplant werden. Wenn das neue Haustier gekauft wird, sollte es bei der Ankunft zu Hause sofort in sein neues, komplett eingerichtetes und wohltemperiertes Terrarium gesetzt werden.

Auch wenn man sich am liebsten sofort mit dem neuen Mitbewohner anfreunden möchte, so sollten ihm doch zunächst einige Tage Zeit gegeben werden, sich in Ruhe in seiner neuen Umgebung einzuleben. Danach kann man vorsichtig anfangen, den kleinen Gesellen mit Futter zu locken und mit etwas Glück wird der Gecko schnell zahm. Doch wie alle anderen Haustiere auch, ist jeder Gecko einmalig: Einige werden schnell zahm, andere bleiben immer eher zurückhaltend.

Wer einen Gecko kaufen möchte, der ist bei einem erfahrenen Züchter am besten aufgehoben. Dort ist die ausführliche Beratung selbstverständlich und die artgerechte Unterbringung ist gewährleistet. Auch für Fragen steht der Züchter immer gerne zur Verfügung.

Insgesamt ist es vor allem die artgerechte Umgebung, die dafür sorgt, dass sich ein Gecko auch in unserem heimischen Wohnzimmer wohlfühlt. Und geht es dem Gecko rundherum gut, dann haben wir gute Chancen, Zeugen seiner farblichen Verwandlungskünste zu werden. So gilt auch beim Blick ins Terrarium: Wie ein Künstler sein Gemälde mit den passenden Farben ausmalt, so kann auch ein Gecko Farbe in unser Leben bringen.

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