Gefahren für Katzen  im Haushalt - tierglueck-Haustierratgeber

Gefährlicher Haushalt - 22 Dinge, die für Katzen zur Gefahr werden können

Von Natur aus neugierig, erkunden Katzen ihre Umgebung ganz genau. Dabei lassen Wohnungskatzen keinen Quadratzentimeter unbeachtet und neues wird sofort ausprobiert. Doch für die neugierigen Stubentiger lauern im Haushalt und für Freigängerkatzen auch in der näheren Umgebung unzählige Gefahren, an die wir als Katzenhalter nicht unbedingt denken. Hier werden alltägliche Dinge zur lebensbedrohlichen Gefahr. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten sollten, um ihre Katze bestmöglich zu schützen.

Gekippte Fenster, Plastiktüten, Waschmaschinen, Trockner, Herdplatten, und Reinigungsmittel. Das sind nur einige wenige der Gefahren, die für unsere geliebten Stubentiger im Haushalt lauern. Was uns normal und vollkommen ungefährlich erscheint, ist für so manche Katze bereits zur tödlichen Falle geworden.

Welche Gefahren drohen meiner Katze im Haushalt? Wie kann ich meine Katze bestmöglich schützen?

Für unsere vierbeinigen Freunde birgt der Haushalt unzählige Gefahren, die manchmal sogar tödlich sein können. Unsere Aufgabe ist es, diese ausfindig zu machen. Wenn wir unsere Wohnung komplett katzensicher ausstatten und uns zudem einige Dinge zur Gewohnheit machen, etwa den Toilettendeckel zu schließen, heiße Herdplatten zu sichern oder Türstopper zu verwenden, dann können wir dafür sorgen, dass sich das Verletzungs- und Unfallrisiko unserer Samtpfoten deutlich senkt oder gar gegen Null geht.

Die 14 größten Gefahren für Hauskatzen und wie sie zu vermeiden sind

Wir führen Ihnen hier die 14 größten Gefahren auf, die unseren Stubentigern im Haushalt zur Gefahr werden können und zeigen Ihnen, wie wir diese Gefahr deutlich verringern oder gar ganz abstellen können.

 1. Gekippte Fenster
Überall, wo die Katze ihren Kopf hindurchzwängen kann, möchte sie auch gleich auf Erkundungstour gehen. Denn da Katzen kein Schlüsselbein haben, können sie sich durch jeden Spalt zwängen, durch den auch ihr Kopf hindurchpasst. Während dies in anderen Situationen durchaus machbar ist, stellen gekippte Fenster eine tödliche Gefahr dar. Denn die Katze kann in dem Spalt nach unten rutschen und wird bei ihren verzweifelten Befreiungsversuchen nur noch weiter eingeklemmt. Quetschungen, Nekrosen und schwere innere Verletzungen, ja sogar der Tod, können sie Folge sein. Der Tierarzt kennt dies unter der Bezeichnung Kippfenster-Syndrom.
Tipp: Lassen Sie deshalb das Fenster nie auf Kipp, wenn die Katze unbeobachtet ist oder sichern sie es am besten direkt mit einem Kippfensterschutz für Katzen ab. Für den Fall, dass die Katze doch feststeckt, greifen Sie sie vorsichtig mit einem großen Handtuch und bringen sie umgehend zum Tierarzt.

2. Plastiktüten und Konservendosen
Ähnlich wie bei kleinen Kindern, kann das Spiel mit einer Plastiktüte auch für Katzen tödlich enden. Die Katze wird von dem knisternden Plastik angelockt, klettert in die Tüte und die so gefundene Höhle wird zur tödlichen Erstickungsfalle.
Tipp: Plastiktüten sind deshalb für Katzen absolut tabu und sollten sicher weggeschlossen werden. Alternativ kann man der Katze Papiertüten anbieten, allerdings mit durchtrenntem Henkel, damit sie sich nicht strangulieren kann. Auch Pappkartons in allen Größen werden gerne zum Spielen benutzt.
Auch der Ort, an dem wir unseren Konservenmüll sammeln, sollte für Katzen absolut unzugänglich sein. Denn wenn etwaige Reste, zum Beispiel aus Fischkonserven, unsere Samtpfoten dazu verlocken, die Dosen auszulecken, können schwere Schnittverletzungen an Schnauze und Zunge die Folge sein.

3. Fenster und Balkon
Zu geöffneten Fenstern und zum Balkon sollten Katzen nur dann Zugang haben, wenn diese sicher, entweder mit starkem Fliegengitter oder mit einem Katzennetz, abgesichert sind. Denn vor allem wenn Katzen durch einen Vogel oder ein Insekt abgelenkt werden und diesem instinktiv hinterherjagen, kann es zu tiefen Stürzen aus dem Fenster oder vom Balkon kommen. Zwar können sich Katzen während des Falles drehen und auf allen vier Pfoten landen, doch wenn der Fall zu kurz oder aber zu hoch ist, dann sind schwere Verletzungen, oder gar schlimmeres, nicht ausgeschlossen.
Tipp: Ein sicheres Katzennetz sollte rund um den Balkon herum angebracht und die Fensteröffnungen sollten mit Fliegengittern komplett verschlossen werden. Das Katzennetz sollte hier eine Lochgröße von nicht mehr als 3 mal 3 Zentimetern aufweisen, so dass es auch jungen Katzen unmöglich ist, ihr Köpfchen hindurchzustecken und sich beim Befreiungsversuch zu strangulieren.

4. Waschmaschinen und Trockner
Diese Geräte werden von Katzen gerne als Schlafplätze angenommen, denn sie sind dunkel, höhlenartig eng und riechen durch die Wäsche nach dem eigenen Menschen. Am besten ist es, den Katzen den Zugang zum Waschraum komplett zu verwehren.
Tipp: Auf jeden Fall sollte vor dem Anstellen eines Gerätes immer überprüft werden, ob nicht vielleicht eine Katze darin schlummert.

5. Herdplatten und Bügeleisen
Auf heißen Oberflächen können sich unsere Stubentiger ganz schön die Pfötchen verbrennen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Tiere prinzipiell immer von Herd und Bügeltisch fernhalten.
Tipp: Noch besser ist es, zudem heiße Herdplatten entweder abzudecken oder einen Topf mit Wasser darauf stehen lassen und Bügeleisen so aufstellen, dass die Katze nicht drankommen kann.

6. Aquarien und Toiletten
Sowohl nicht abgedeckte Aquarien als auch offene Toiletten können für Katzen zur tödlichen Gefahr werden. Denn sie können aus dem Aquarium nicht nur mit der Pfote Fische herausholen, sondern auch hineinfallen und, da sie sich an den glatten Glaswänden nicht festkrallen können, ertrinken. Gleiches gilt für offene Toiletten. Denn wenn die Katze sonst gerne auf den Toilettendeckel springt und dann plötzlich, weil dieser offen steht, kopfüber in der Toilette landet, kann dies ebenfalls tödlich enden.
Tipp: Überall gilt es also, die Öffnungen jederzeit geschlossen zu halten, um die Katze - sowie gegebenenfalls die Zierfische - nicht unnötigen Gefahren auszusetzen.

7. Reinigungsmittel und Renovierungsarbeiten
Katzen nehmen bei der Fellpflege auch diejenigen Stoffe auf, die an ihren Pfoten haften bleiben.
Tipp: Alle Reinigungsmittel, die von Kindern ferngehalten werden sollen, müssen auch für Katzen unzugänglich aufbewahrt werden. Auch sollten Katzen während des Putzens in einem anderen Raum untergebracht werden und erst nach dem Trocknen der geputzten Flächen wieder eingelassen werden.
Kaum bedacht werden auch die Gefahren, die von Renovierungsarbeiten für Katzen ausgehen. Denn wenn die Katze etwa durch frische Farbe läuft, dann werden die Giftstoffe bei der Fellpflege mit aufgenommen. Am sichersten ist es, der Katze keinen Zugang zu den Renovierungsarbeiten zu gewähren.

8. Pflanzen und Nahrungsmittel
Viele Pflanzen sind giftig für Katzen. Es gibt außerdem verschiedene Nahrungsmittel, darunter Kaffee und Schokolade, die für unsere Haustiere, vor allem in höheren Dosen, giftig sind.
Tipp: Es sollten nur Pflanzen angeschafft werden, die als unbedenklich gelten. Auch kann die Katze, mit dem sogenannten Klickertraining, darauf trainiert werden den Pflanzen fern zu bleiben. Wichtig ist auch, die Katze sowohl vom Esstisch fernzuhalten, als auch Snacks immer gut wegzuräumen. Lassen Sie vor allem nie Schokolade offen herumliegen.

9. Türen und Heizkörpergitter
Offene Türen können für Katzen zu einer großen Gefahr werden, wenn sie sich schnell schließen, etwa durch einen Luftzug. Eine andere nicht zu unterschätzende Gefahr sind Heizkörpergitter. In diesen kann die Katze mit den Zehen hängenbleiben und sich unter Umständen schwer verletzen.
Tipp: Es ist sicherer, Türstopper zu nutzen, so dass sich das Haustier nicht aus Versehen den Schwanz einklemmt. Bezüglich der Heizkörper empfiehlt es sich, eine Abdeckung aus sehr feinmaschigem Draht zu verwenden.

10. Herumliegende Kleinteile und Dekorationsgegenstände
Dinge wie Nadeln oder andere verschluckbare Kleinteile, die achtlos herumliegen, können für Katzen zu einer sogar tödlichen Gefahr werden, die wir oft erst sehr spät bemerken. Denn je nachdem, was eine Katze verschluckt, kann dies zu Darmverletzungen oder gar Darmverschlüssen führen. Zu den gefährlichen Dingen gehören übrigens auch Geschenkband, Bindfäden oder Wollknäuel. Entgegen der Vorstellung, dass das Wollknäuel ein gutes Spielzeug ist, dürfen diese nur unter Aufsicht bespielt werden. Denn wenn eine Katze ein Stück Wolle ins Maul bekommt, sorgt ihre Zunge mit den kleinen Widerhaken dafür, dass sie automatisch immer mehr des Fadens schluckt. - Eine lebensgefährliche Situation. Auch Lametta und Ostergras sind solche Gefahrenquellen, auf diese sollte komplett verzichtet werden.
Tipp: Wir sollten beim Spielen immer ein Auge auf unsere Katze haben. Als Halter dürfen wir dann übrigens nicht an dem verschluckten Faden ziehen, denn dies kann zu schweren Darmverletzungen führen. Der Gang zum Tierarzt und die operative Entfernung des Fadens sind unausweichlich. Auch Weihnachtsbaumschmuck sollte entsprechend mit Bedacht ausgewählt werden und nicht aus Glas bestehen.

11. Seile, Schlaufen und Kabel
Hängende Seile oder auch Schlaufen, etwa von Jalousien sollten immer so angebracht sein, dass sie entweder bis zum Boden reichen oder aber außerhalb der Reichweite von Katzen hochgebunden sind. Denn andernfalls besteht die Gefahr der Strangulation. Auch an Kabel sollten Katzen nicht herankommen. Zwar ist es selten, dass Katzen an Kabeln nagen, doch es kann vorkommen.
Tipp: Eine gute Möglichkeit ist es, ein Stück aufgeschnittenen Aquarienschlauch zu nutzen, um durch den Raum verlaufende Kabel darin Katzensicher zu verstauen.

12. Glatte Oberflächen und Glasscherben
Glatte Oberflächen, etwa auf Stufen oder auch auf weit oben angebrachten Regalen sind sehr gefährlich für Katzen. Sie können beim Daraufspringen abrutschen und unglücklich stürzen.
Eine andere tödliche Gefahr stellen Glasscherben dar. Denn wenn Katzen durch diese hindurchlaufen, lecken sie sich später den feinen Glasstaub von den Pfötchen. Dadurch wiederum kann es zu inneren Verletzungen kommen.
Tipp: Glatte Oberflächen sollten am besten mit alten Teppichresten angeklebt werden. Und wenn Glas zu Bruch geht, sollte immer weiträumig gekehrt und geputzt werden.

13. Medikamente, Ameisenköder, Duft- und Aromaöle und Co.
Für Katzen kann bereits eine Aspirin-Tablette tödlich sein. Es ist deshalb wichtig, dass Medikamente immer gut weggeschlossen und unerreichbar für die Katze sind. Auch Ameisen-, Motten- oder Silberfischchenköder müssen unbedingt so aufgestellt werden, dass die Katze nicht herankommt.
Wer in seinem Zuhause gerne mit Aromaölen die Luft zum duften bringt, sollte sich vorab genau informieren, welche Öle für Katzen verträglich sind, denn einige wirken giftig auf unsere geliebten Haustiere. Auch sollte die Katze, etwa zur Abwehr von Flöhen, niemals mit Teebaumöl behandelt werden. Denn diese Stoffe, die dann bei der Fellpflege im Übermaß aufgenommen werden, verträgt die Katze nicht.

14. Offenes Feuer und Zigarettenrauch
Offenes Feuer sollte für unsere vierbeinigen Freunde in jeder Form tabu sein. Gerade bei Kerzen und offenen Kaminen besteht zudem die Gefahr, dass unsere Samtpfote Feuer fängt, aufgeschreckt davonrennt und die gesamte Wohnung in Brand steckt. Auch der Rauch von Zigaretten ist für unsere Stubentiger äußerst gesundheitsschädlich und erhöht das Krebsrisiko erheblich. Denn nicht nur atmen die Katzen den Rauch durch die Nase ein, sie lecken sich zudem das sich absetzende Nikotin bei der Fellpflege vom Körper und nehmen es dadurch auch oral zu sich.
Tipp: Am besten ist es, wenn ich der Wohnung gar nicht geraucht wird.

Die 8 zusätzlichen Gefahren für Freigänger und wie sie zu vermeiden sind

Für Freigänger gibt es auch vor der Haustür unzählige Gefahren, die oft tödlich sein können. Welche das sind und wie sie vermieden werden können verraten wir hier.

1. Gartenteich oder Swimmingpool
Für Freigänger können sich der Gartenteich oder der Swimmingpool zur tödlichen Gefahr entwickeln, wenn es keinen flachen Ein- und Ausstieg gibt. Gerade an Steilufern im Teich oder in Swimmingpools ohne Leiter ist das Risiko zu ertrinken sehr hoch.
Tipp: Abhilfe schaffen Abdeckungen, feinmaschige Netze oder aber eine diagonal in Teich oder Pool hineinragende lange Holzlatte an der das Tier herausklettern kann.

2. Nachbarn und bissige Hunde
Für unsere Samtpfoten auf Freigang können sowohl Nachbarn, die es nicht mögen, wenn Nachbarskatzen den eigenen Garten benutzen, als auch deren bissige Hunde zur Gefahr werden. Im anderen Extrem können Nachbarn die eigene Katze füttern, was langfristig zu Übergewicht führen kann.
Tipp: Es ist deshalb anzuraten mit den Nachbarn zu sprechen um zu schauen, ob es eventuell zu Problemen kommen könnte.

3. Ratten- oder Schneckengift
Jegliche Art von Gift kann auch für die eigene Samtpfote tödlich sein. Es ist deshalb wichtig, dass Gifte nur so ausgelegt werden, dass Katzen sie nicht erreichen. Bei Schneckenkugeln gibt es Alternativen, die für Katzen ungefährlich sind.
Tipp: Es ist in jedem Fall gut, auch die Nachbarn dafür zu sensibilisieren und Alternativvorschläge anbieten zu können.

4. Regentonnen und Schächte
Gefährliche Fallen für freilaufende Katzen sind außerdem Schächte und Regentonnen. Aus Schächten können sich die Tiere nicht selbst befreien und können nur darauf hoffen, entdeckt zu werden, während in Regentonnen die Gefahr zu Ertrinken lauert.
Tipp: Es ist deshalb unbedingt wichtig, dass sowohl Fensterschächte wie auch Regentonnen komplett abgedeckt werden. Alternativ kann eine schräg hineinragende Holzlatte im Notfall einen Ausstieg bieten.

5. Elektrozäune und Stacheldraht
Ebenfalls nicht ungefährlich für unsere Freigänger sind zu tief am Boden angebrachte Elektrozäune sowie Stacheldraht, der zum Schutz von Vögeln und Vogelnestern an Baumstämmen angebracht ist. Es empfiehlt sich, die Umgebung auf diese Fallen zu kontrollieren und gegebenenfalls für Abhilfe zu sorgen.
Tipp: Anstelle von Stacheldraht kann etwa ein konisch zulaufender Kunststoff verwendet werden. Dieser hindert die Tiere daran, den Baum zu erklimmen und birgt kein Verletzungsrisiko.

6. Autoverkehr und Mähdrescher
Straßenverkehr ist eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle, auch wenn die Katze an sich vorsichtig ist. Ebenfalls nicht vergessen werden sollte, gerade in ländlichen Gebieten, die Gefahr, die vom Mähen von Wiesen ausgeht. Unachtsame Katzen können durchaus versehentlich von einem Mähdrescher erfasst werden.
Tipp: Am sichersten ist es, die Katze im Haus zu behalten, wenn draußen gemäht wird.

7. Halsbänder und herumliegende Netze
So praktisch Halsbänder auch sein mögen, sie sind gefährlich. Denn Katzen können, gerade wenn sie springen oder auf Bäumen herumklettern, daran hängenbleiben und sich schlimmstenfalls strangulieren.
Tipp: Heutzutage ist es einfacher und sicherer, die Katze zu chippen. Dann ist gewährleistet, dass sie wieder nach Hause zurückgebracht werden kann, sollte sie einmal verloren gehen. Sollte dennoch ein Halsband verwendet werden, muss es unbedingt elastisch sein, so dass sich die Katze im Notfall selbst daraus befreien kann.
Auch herumliegende Netze bergen große Gefahren. Katzen können sich darin hoffnungslos verheddern, sich verletzen und gegebenenfalls sogar ersticken.

8. Feuerwerk
Gerade für Freigängerkatzen kann auch das Erleben eines Feuerwerks gefährliche Ausmaße annehmen. Viele Katzen fürchten sich vor den lauten Geräuschen und flüchten völlig kopflos. Dabei können sie durchaus auf einer vielbefahrenen Straße oder in einem tiefen Schacht enden.
Tipp: Am besten ist es, die Katze im Haus zu behalten, wenn ein Feuerwerk ansteht und ihr einen dunklen sicheren Ort als Versteck anzubieten.

Beitrag jetzt teilen:

Newsletter

Folgt uns auf Facebook

Werde Fan von tierglueck.de auf Facebook und verpasse keine Neuigkeiten mehr.

Jetzt folgen Jetzt folgen