Die Katzenkörpersprache - tierglueck.de-Haustierratgeber

Katzen verstehen - Die Körpersprache der Katzen

Mit einem Stubentiger im Haus kommt mit Sicherheit keine Langeweile auf, denn Katzen sind hervorragende, unterhaltsame und vor allem interessante Mitgeschöpfe, die am Leben ihrer Menschen voll teilhaben wollen und mit ihrer sehr individuellen Persönlichkeit in sämtlichen Bereichen des gemeinsamen Lebens ein Wörtchen mitzureden haben - im wahrsten Sinne des Wortes. Damit es bei der Kommunikation zwischen Tier und Mensch hier nicht zu vermeidbaren Missverständnissen kommt, ist es wichtig, dass jeder Katzenbesitzer sich mit den Grundregeln der Katzensprache vertraut macht. Da die Körpersprache der Katzen sehr ausdrucksstark ist, ist dies durchaus eine schöne Aufgabe.


Katzen haben im Allgemeinen sehr ausgeprägte und starke Persönlichkeiten und können überaus gute Gesellschaft abgeben. Damit es Zuhause schön harmonisch zugeht, ist es jedoch wichtig, dass die Kommunikation zwischen Katze und Mensch gut funktioniert. Weil Katzen eine sehr anschauliche und ausdrucksstarke Körpersprache haben ist dies gar nicht so kompliziert. Alles was dazu nötig ist, ist der nötige Einsatz des Katzenhalters.

Allgemeines über die Kommunikation von Katzen

Die Körpersprache und Mimik von Katzen ist ein ausdrucksstarkes Kommunikationsmittel und oft auch sehr eindeutig. Den Stubentigern ist oft ganz klar anzusehen, wie sie sich fühlen und ob sie sich wohl fühlen.

Gerüche

Teil der Katzen-Kommunikation sind Gerüche und Töne, doch am eindeutigsten - auch für uns Menschen wahrzunehmen - sind die körpersprachlichen Signale, welche die Katzen mit ihren Augen, mit den Ohren und dem Schwanz aussenden. An der Haltung dieser Körperteile sowie der Mimik lässt sich oft direkt sehen, ob eine Katze Angst hat oder aggressiv ist.

Gerüche gehören zu den Kommunikationsarten einer Katze dazu, denn Katzen untereinander können über Gerüche Informationen zu Rang oder Geschlecht transportieren, was ihnen in der direkten Kommunikation untereinander hilft. Sehr wichtig ist auch das Markieren des Reviers, welches Katzen über den Geruch kennzeichnen.

Laute

Katzen untereinander nutzen kaum Töne um sich zu verständigen, zumindest nicht im Erwachsenenalter. Gegenüber ihren Jungen drücken sich Katzenmütter allerdings oft in Form von Lautsprache aus. So werden die Jungen beispielsweise durch bestimmte Töne beruhigt oder aber auch ermuntert oder ermahnt. Ganz typisch für Katzen ist das Schnurren. Dieser Laut scheint nicht nur die Selbstheilungskräfte der Stubentiger zu aktivieren, sondern drückt Wohlbefinden aus und Katzen zeigen sich so untereinander ihre Unterlegenheit und ihre guten Absichten an.

Vor allem Menschen gegenüber nutzen viele Katzen ebenfalls eine ganze Bandbreite von verschiedenen Lauten. So machen Katzen ihrem Menschen durchaus sehr deutlich wann sie etwa schmusen, spielen oder auch frisches Futter im Napf vorfinden möchten. Eine Frage wird häufig durch eine geöffnete Schnauze und einen sehr leisen Laut zum Ausdruck gebracht, während Unmut und Angriffsbereitschaft durch Knurren oder Fauchen zum Ausdruck gebracht werden. Prinzipiell scheinen Katzen gegenüber Menschen besonders viele Laute zu benutzen, vielleicht gerade deshalb, weil Menschen diese Art der Kommunikation am besten verstehen.

Katzen-Körpersprache: Die Augen

Katzen kommunizieren sehr oft und intensiv mit Hilfe der Augen. Diese sind ein wichtiges Mittel zur Kommunikation untereinander und mit Blickkontakt - oder der Vermeidung desselben - klären Katzen untereinander so manche Situation. Geweitete Pupillen signalisieren hier oft aufmerksame Aufregung, verengte Pupillen demgegenüber Aggressivität und Angriffslustigkeit.

Während Blickkontakt mit vertrauten Personen immer dann gehalten wird wenn die Katze entspannt ist, wird der Blickkontakt in angespannten Situationen eher vermieden. Der Blick wird immer dann abgewendet wenn eine Katze einem Streit aus dem Weg gehen oder ihr Gegenüber in den unterschiedlichsten Situationen beschwichtigen oder Friedfertigkeit und Unterwürfigkeit ausdrücken will. Wird zudem noch der Kopf weggedreht, ist klar, dass eine Konfrontation das letzte ist was eine Katze möchte. Auch Blinzeln ist eine Beschwichtigungsgeste, kann jedoch auch Stress ausdrücken.

Anstarren ist demgegenüber ein Zeichen von Aggressivität oder ein Anzeichen dafür, dass eine Katze Unterwürfigkeit einfordert. Oft suchen sich Katzen in einem Raum voller Menschen deshalb diejenigen Zweibeiner aus, die am wenigsten an ihnen interessiert sind und sie deshalb auch nicht direkt anschauen - denn genau diese Menschen scheinen den Katzen rein körpersprachlich am freundlichsten. Wenn Katzen sich untereinander - oder aber auch ihren Menschen - mit halb geschlossenen Lidern anschauen, dann ist dies ebenfalls als Wohlfühl-Geste zu werten.

Katzen-Körpersprache: Die Ohren

Besonders gut lässt sich die Stimmung einer Katze auch an den Ohren ablesen, denn die feinen Ohren können aufgestellt, angelegt oder zur Seite gedreht werden, sowie durch zucken die Stimmung der Katze zeigen. Zuckende Ohren bedeuten beispielsweise Aufregung und Nervosität, während eine Katze in entspannter Haltung ihre Ohren ruhig nach vorne richtet. Ist sie an irgendetwas interessiert, dann sind die Ohren steil aufgerichtet und nach vorne gedreht. Lauscht eine Katze bestimmten Geräuschen, so dreht sie ihre Ohren in die entsprechende Richtung.

Angriffslust und Drohgebärden, sowie Selbstbewusstsein wird durch aufgestellte Ohren mit nach hinten gerichteten Ohröffnungen ausgedrückt, ängstliches und defensives Verhalten dagegen wird durch angelegte Ohren bekundet. Dies zeigt nicht nur dem Gegenüber die eigene Unterwürfigkeit an, es ist zudem auch ein Schutz gegen Verletzungen des Ohres falls es dennoch zu einem Angriff durch das Gegenüber kommen sollte.

Katzen-Körpersprache: Die Schwanzhaltung

Wer wissen möchte, was in einer Katze vorgeht, der braucht oft nur die Schwanzhaltung zu beachten, denn mit Hilfe des Schwanzes zeigen Katzen untereinander was sie voneinander zu erwarten haben. Ein aufgerichteter Schwanz beispielsweise bedeutet, dass eine Katze sehr interessiert ist und eine senkrechte Stellung drückt Freude oder Vorfreude aus, die durch leichtes Zittern der Schwanzspitze noch unterstrichen werden kann. Im Allgemeinen sind Katzen immer dann freundlich gesonnen, wenn der Schwanz senkrecht nach oben steht. Mit horizontal nach hinten gerichtetem oder leicht nach unten gebogenem Schwanz drückt die Katze Entspannung aus, während Vorfreude durch einen hoch getragenen Schwanz mit einer abgeknickten Schwanzspitze ausgedrückt wird. Auch leichte Anspannung wird so kommuniziert.

Wenn die Katze selber nicht so ganz genau weiß, was sie will oder sich in einer bestimmten Situation nicht recht entscheiden kann, dann wedelt der Schwanz leicht hin und her. Sofern sich dabei nur die Schwanzspitze bewegt, ist das Tier lediglich ein wenig aufgeregt, doch wenn der ganze Schwanz wedelt, könnte ein Angriff unmittelbar bevorstehen.

Ein aufgeplusterter Schwanz drückt - entweder waagerecht ausgestreckt oder aber steil aufgestellt - eine aggressive Stimmung oder aber auch Furcht aus. Doch auch Unterwürfigkeit kann mit der Schwanzstellung zum Ausdruck gebracht werden. Unterwürfigkeit macht die Katze beispielsweise deutlich, indem sie ihren Schwanz einklemmt.

Katzen-Körpersprache: Die Tatzen

Auch an den Tatzen lässt sich die Stimmung einer Katze manchmal gut ablesen. So ist eine entspannt liegende Katze mit eingezogenen Krallen durchaus freundlich gesonnen und wahrscheinlich in der Stimmung für ausgedehnte Streicheleinheiten. Sollte sich allerdings merkliche Körperspannung abzeichnen und die Katze die Krallen ausfahren, dann könnte ein Angriff bevorstehen. Liegt die Katze entspannt auf dem Schoß ihres Halters und tritt mit den Pfoten, so ist dies ein Zeichen von höchster Entspannung und Wohlgefühl, denn durch das Treten regen Katzenjunge den Milchfluss ihrer Mutter an.

Wie kann ich meine Katze besser verstehen?

Damit Halter ihre Stubentiger besser verstehen können, empfiehlt es sich, sich mit den grundlegenden Regeln der Körpersprache von Katzen vertraut zu machen. Wer weiß,dass ein Katzenbuckel samt fauchen und angelegten Ohren ein Zeichen von Ablehnung, Angst oder auch Angriffsbereitschaft darstellt - je nachdem wie die Schwanzstellung aussieht - der kann sehr viel besser mit seiner Katze kommunizieren und Missverständnisse zwischen Mensch und Tier unter Umständen von vornherein vermeiden.

Warum sich Hund und Katze manchmal nicht verstehen

Katzen und Hunde haben untereinander manchmal ein Verständigungsproblem, denn ihre Körpersprache ist sowohl in Gestik wie auch in Mimik teilweise sehr unterschiedlich. Wenn die Tiere in einem Haushalt zusammenleben sind sie meist so aneinander gewöhnt, dass sie sich gegenseitig einiges an Körpersprache abschauen und sich dadurch gut verständigen können. Treffen sich jedoch zwei unbekannte Tiere, so kommt es häufig zu Missverständnissen, die darin enden, dass sich Hund und Katze nicht besonders mögen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Wie Hund und Katz!“

Wer als Katzenhalter die grundlegenden Regeln der Kommunikation von Katzen beherrscht, für den wird das Leben mit der Katze um einiges einfacher.

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