So fördern Hunde die Gesundheit | tierglueck-Haustierratgeber

Warum Hunde so gut für unsere Gesundheit sind

Erinnern Sie sich noch, als Sie das letzte Mal krank zu Hause im Bett oder auf der Couch gelegen haben? Dann konnten Sie sicher beobachten, dass sich Ihr Vierbeiner ganz besonders intensiv um Sie bemüht hat und Ihnen nicht von der Seite gewichen ist. Das liegt daran, dass Hunde ein feines Gespür für unser Befinden und unsere Stimmung haben. Hunde mögen es nicht, wenn es ihren Menschen nicht gut geht, daher schenken sie uns in diesen Momenten sehr viel Aufmerksamkeit, wollen Beschwichtigen und uns die Wärme und Geborgenheit des Rudels spüren lassen. Durch zahlreiche Studien ist zudem erwiesen, dass Menschen, die Hunde halten, seltener krank sind oder schneller wieder gesund werden. Auch chronisch kranken oder depressiven Menschen gegenüber haben Hunde eine therapeutische Wirkung. Und für Personen mit einem Handicap sind sie Augen, Ohren oder Beine.


Hunde spüren ganz einfach, dass etwas anders ist als sonst. Ihr feiner Geruchssinn nimmt zudem die fremden Botenstoffe auf, die wir bei einer Krankheit aussenden. Auch die Trauer ihrer Menschen bekommen sie mit. Salzige Tränen verraten dem Vierbeiner, dass Frauchen oder Herrchen nicht gut drauf ist. Es dauert gar nicht lange und sie kommen, um zu trösten. Dann wollen sie uns nahe sein, klettern auf unseren Schoß, lecken den Handrücken, schupsen uns an und winseln leise. Die Rute bewegt sich dabei aufmunternd hin und her. Und tatsächlich geht es den meisten Menschen deutlich besser, wenn sie die bedingungslose Zuneigung ihres Vierbeiners spüren. Man fühlt sich weniger allein und spürt auch die Verantwortung, die man für den vierbeinigen Freund hat. Das allein trägt schon gewaltig dazu bei, dass Traurigkeit und Krankheit vergehen – die Aufgabe für den Hund zu sorgen, lenkt von den eigenen Befindlichkeiten ab.

Der beste Freund des Menschen hat heilende Pfoten

Einer repräsentativen Studie des deutschen Marktforschungsinstituts Skopos aus 2016 zufolge leben in Deutschland circa in jedem achten Haushalt ein oder mehrere Hunde. Insgesamt werden hierzulande knapp 8 Millionen Hunde gehalten. Die Gründe für die Anschaffung eines Vierbeiners sind vielfältig, wobei die Freude über die Hundehaltung grundsätzlich überwiegt. Viele Alleinlebende schaffen sich einen Hund zur Gesellschaft an, nicht selten ist er sogar Kindersatz. Für andere ist die Familie erst mit Hund so richtig komplett. Oft wünschen sich Kinder einen treuen Gefährten zum Spielen. Menschen, die gerne spazieren gehen, freuen sich über die vierbeinige Begleitung. Mancher Arzt "verschreibt" seinen chronisch kranken Patienten sogar einen Hund zu therapeutischen Zwecken. Denn ganz oft lenkt die Fürsorge für ein anderes Lebewesen von der eignen Situation ab und vermag den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. Viele Menschen finden zudem Erfüllung darin, einem Hund – beispielsweise aus dem Tierheim – ein gutes Zuhause zu geben. Für behinderte Menschen sind Hunde oft die einzige Chance, sich im Alltag und in der Gesellschaft zurechtzufinden. Hunde unterstützen die Polizei, spüren Drogen und Sprengstoffe auf, retten Leben und bewachen Haus und Hof.

Der deutsche Hund hat also vielfältige Aufgaben zu bewältigen und er ist denen gewachsen! Mehr noch er trägt dazu bei, dass wir gesünder leben. Er passt auf uns auf, warnt und beschützt uns nicht nur vor Einbrechern, sondern allarmiert die Nachbarn, wenn wir nicht in der Lage sind, Hilfe zu holen. Das Internet ist voll von kleinen und großen Geschichten rund um die vierbeinigen Lebensretter. Hunde besitzen eine instinktgesteuerte Empathie uns Menschen gegenüber und stehen uns insbesondere dann zur Seite, wenn wir schwach sind. Sie empfinden keine Abneigung oder Zurückhaltung gegenüber behinderten Menschen, erkennen aber ihr Handicap und versuchen dies auszugleichen.

Hundehalter leben gesünder und haben oft weniger Stress

Wer einen oder mehrere Hunde hält, muss bei Wind und Wetter mit ihnen nach draußen Gassi gehen. Das mobilisiert nicht nur die Abwehrkräfte, sondern sorgt auch für die nötige Bewegung. Insbesondere Berufstätige, die im Büro arbeiten, schätzen die Abwechslung an der frischen Luft sehr. Denn auch wenn man gerade eigentlich keine Lust hat, seine warmen vier Wände zu verlassen, bringt einen der Vierbeiner schon auf Trab, denn schließlich muss er vor die Tür – Ausreden gibt es nicht. Wer sich mit seinem Hund viel draußen bewegt, hat weniger häufig mit Erkältungskrankheiten zu tun, stärkt das Herzkreislaufsystem und beugt aktiv Übergewicht vor. Letzteres trifft vor allem auf Besitzer von sehr aktiven Hunden zu, die viel toben und ihre Menschen oft zum Spielen auffordern. Sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren oder Jogging werden mit einem vierbeinigen Partner an der Seite nicht mehr unbedingt als leidige Pflicht angesehen. Hunde vermögen durchaus zu motivieren.

Dass ausgeglichene Hunde auf Menschen zudem eine beruhigende Wirkung haben, lässt sich durch entsprechende Studien belegen. Hundehalter, die in Stresssituationen überreagieren, entspannen sich schnell wieder, wenn sie sich mit ihrem Vierbeiner beschäftigen. Einen Hund zu streicheln, gefällt nicht nur dem Fellbündel, auch Herrchen oder Frauchen genießen es sichtlich. Rollt sich ein Hund vertrauensvoll auf den Rücken und lässt sich mit vor Verzückung verdrehten Augen den Bauch kraulen, geht dem Menschen das Herz auf und der Körper schüttet vermehrt Glückshormone aus. So sind Stress, Ängste, Zweifel oder Sorgen schnell wieder vergessen.

Hunde beschleunigen den Heilungsprozess

Für viele Menschen ist der eigene Vierbeiner das wichtigste Lebewesen in ihrem Umfeld. Und krank zu sein bedeutet für den wahren Hundefreund, dass er sich nicht mehr ausreichend um seinen Vierbeiner kümmern kann. Daher versucht er so schnell wie möglich, wieder auf die Beine zu kommen. Sein Pflichtgefühl vermag die Genesung zu beschleunigen. Derweil ist der Hund die ideale Krankenschwester oder der ideale Krankenpfleger, der Gesellschaft leistet, Trost spendet und als lebendige Wärmflasche fungiert.

Auf diese Weise geht nicht nur eine Erkältung schneller vorbei, auch Knochenbrüche scheinen schneller zu heilen. Schließlich wartet der Vierbeiner nun schon so lange auf seinen Spaziergang. Frische Luft und Bewegung in Maßen wirken sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Mit einem Ziel vor Augen, bald wieder mit seinem besten Kumpel ausgelassen zu toben und zu spielen, lässt sich der Heilungsprozess beschleunigen.

Hunde können Kinder zu besseren Menschen erziehen

Für heranwachsende Kinder sind Hunde gleich in mehrfacher Hinsicht ein Segen. Hyperaktive oder aggressive Kinder und Jugendliche werden durch den Umgang mit Hunden viel ruhiger und ausgeglichener. Eltern können dies noch fördern, indem sie ihren Kindern ganz oder teilweise die Verantwortung für den Vierbeiner überlassen. Regelmäßige Fütterungszeiten und Spaziergänge mit dem Hund bringen eine unterstützende Routine in ihren Tagesablauf. Nicht selten ist der vierbeinige Freund der liebste Begleiter von Heranwachsenden durch dick und dünn. Kinder erleben auf diese Weise bereits in jungen Jahren, wie wertvoll eine bedingungslose Zuneigung sein kann.

Der Familienhund hilft ihnen darüber hinaus durch sein selbstverständliches und unbekümmertes Verhalten, aufgeschlossen gegenüber Erwachsenen und anderen Kindern zu sein. Dass Hunde gute Zuhörer sein können, haben Kinder mit Lernschwäche auch bereits erkannt. Ihnen kann es helfen, ihren Vierbeinern laut vorzulesen und dabei Versagensängste zu überwinden. Zudem sitzen Kinder und Jugendliche deutlich seltener vor dem Fernseher oder Computer, wenn ein Hund im Haus ist. Gerne wird stattdessen mit dem Vierbeiner gespielt oder der notwenige Spaziergang absolviert.

Hunde knüpfen Kontakte und geben Selbstvertrauen

Wer einen Hund an der Leine führt, ist für die meisten Menschen gleich viel interessanter und wird anders wahrgenommen. Hundebesitzer unter sich kommen schnell ins Gespräch miteinander, denn sie haben immer ein gemeinsames Thema. Aber auch mit fremden Menschen kommt man über den Hund schnell in Kontakt und es entwickeln sich ungezwungene Unterhaltungen. So kommen auch eher kontaktscheue Menschen öfter und schneller in Kontakt mit anderen, sei es bei zufälligen Begegnungen oder zu festen Verabredungen. Der Vierbeiner fungiert dabei als Eisbrecher, nicht nur weil er in der Regel freundlich und unbefangen auf den Fremden zugeht, sondern auch, weil er insbesondere zu Beginn einer Bekanntschaft oft das erste Gesprächsthema ist und sogar über Lücken in der Unterhaltung hinweghelfen kann.

Hunde unterstützen ihre Herrchen und Frauchen auch dabei, Selbstvertrauen aufzubauen. Für Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl ist es wichtig, ein Lebewesen in ihrem Umfeld zu haben, dass sie vorbehaltlos liebt und ihnen immer zur Seite steht. In vielen Alltags- und Stresssituationen strahlt der Vierbeiner Gelassenheit aus und gibt seinen Menschen dadurch Sicherheit. Der Umstand für einen Hund verantwortlich zu sein, hilft zudem Ängste und Unsicherheiten zu überwinden.


Hundehalter leben nicht nur viel gesünder als Menschen ohne Hund, sie haben zudem einen außergewöhnlichen Freund an ihrer Seite, durch den sich Krankheit, Trauer oder Depressionen leichter überwinden lassen. Das Verantwortungsbewusstsein hilft, den Alltag besser zu organisieren. Und so ganz nebenbei ist der Hund auch noch der beste Kumpel von Groß und Klein.

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